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Aktuelle Meldung vom 24.08.2016

Neu im Stiftungsarchiv: Thomas Körners literarisches Lebenswerk über die DDR

Seit Winter 1968/69 schreibt der Autor Thomas Körner an seinem neunteiligen Fragment-Roman „Das Land aller Übel“, der das geschlossene System DDR thematisiert. Der Roman sprengt die Grenzen der herkömmlichen Buchform: es ist Karteikartensystem, Wortinszenierung, Lesespiel, dramatisierter Essay und mehr. Nach fast 50 Jahren hat Thomas Körner sein monumentales Lebenswerk beendet und den gesamten Bestand an das Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung übergeben.

Der 1942 in Breslau geborene Schriftsteller wuchs in Dresden auf und studierte ab 1961 in Ost-Berlin Medizin und Jura. Ab 1963 schrieb er experimentelle Gedichte, Prosa und Bühnenwerke, darunter Libretti für Opern von Friedrich Goldmann, Paul Dessau, Kurt Schwertsik und Adriana Hölszky. Im Dezember 1979 gelang ihm die Flucht in die Bundesrepublik.

Teile von Körners damals noch unvollendetem Werk wurden ab 2009 im Internet öffentlich zugänglich gemacht. Auszüge aus dem Romanprojekt „Das Land aller Übel“ sind bei Acta litterarum verfügbar. Hier finden Sie weitere Informationen zum Autor und seinem Werk. Zusätzliches Filmmaterial findet sich auf dieser Webseite .

In der Reihe „Die Verschwiegene Bibliothek“, herausgegeben von Ines Geipel und Joachim Walther mit Unterstützung der Bundesstiftung Aufarbeitung, erschien bereits 2007 der Titel „Das Grab des Novalis“ von Thomas Körner. Weitere Informationen zum Buch finden Sie hier .