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Aktuelle Meldung vom 20.09.2016

40 Jahre Biermann-Ausbürgerung: Konzert von Renft und Diskussion am 23.09.

Die weitreichenden Folgen der Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann aus der DDR vor 40 Jahren sind Anlass einer Veranstaltung am 23. September in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Nach einem Konzert in Köln wurde dem populären DDR-Kritiker Biermann im November 1976 auf Weisung der SED-Führung die Heimkehr verweigert. Die Ausbürgerung löste in beiden deutschen Staaten Entrüstung aus, Künstler und Intellektuelle protestierten gegen die Ausbürgerung. Die DDR-Regierung reagierte darauf mit Repressionen und einer beispiellosen Verhaftungswelle.

In einer Podiumsdiskussion erinnern Zeitzeugen an die Folgen der Biermann-Ausbürgerung in der DDR. Die Witwe des 1976 verhafteten Schriftstellers Jürgen Fuchs, Lilo Fuchs, der Musiker Christian „Kuno“ Kunert, der heutige Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Roland Jahn sowie der Mitbegründer des Schutzkommitees „Freiheit und Sozialismus“ Hannes Schwenger und der Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten Siegfried Reiprich diskutieren über die Auswirkungen auf die Dissidenten und die gesamte gesellschaftliche Entwicklung des Landes. Das Gespräch wird moderiert vom stellvertretenden Leiter der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen Hellmuth Frauendorfer. Im Anschluss gibt die in der DDR verbotene, 1990 wiedergegründete Musikgruppe „Renft“ ein Konzert im Hof des ehemaligen Stasi-Gefängnisses Berlin-Hohenschönhausen.

Die Abendveranstaltung wird gemeinsam von der Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen,
der Stiftung Berliner Mauer, dem Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik und der
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ausgerichtet.

Die Podiumsdiskussion wird live übertragen auf: www.facebook.com/StasiGefaengnis

Wegen Biermann ins Gefängnis. Vor 40 Jahren in der DDR: Proteste gegen eine Ausbürgerung
Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Stiftung Berliner Mauer, der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Datum: 23.09.2016
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen | Genslerstraße 66 | 13055 Berlin
Um Anmeldung unter Tel. 030 / 98 60 82-413 oder E-Mail wird gebeten. Der Eintritt ist frei.