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Aktuelle Meldung vom 03.11.2016

Zum Tode von Klaus Mehner

Klaus MehnerVon 1973 bis 1989 war der Fotojournalist Klaus Mehner für den SPIEGEL in der DDR akkreditiert. In dieser Zeit war der 1941 in Berlin geborene Fotograf einer der wichtigsten Chronisten des öffentlichen Lebens in der SED-Diktatur. Unterbrochen wurde seine Tätigkeit nur von zwei politisch motivierten „Rauswürfen“ aus der DDR. Neben seinen Lesern in der westlichen Welt interessierte sich nicht zuletzt die Staatssicherheit intensiv für die Arbeit von Klaus Mehner, dessen Stasi-Akte unter dem Decknamen „Wurm“ geführt wurde.

Wie erst jetzt bekannt wurde, verstarb Klaus Mehner bereits im September 2016 nach kurzer, schwerer Krankheit. Ein großer Teil seines fotografischen Lebenswerks wird in den Bildbeständen des Stiftungsarchivs weiterleben: Rund 800.000 Fotografien aus seiner Zeit als Korrespondent in der DDR hatte Mehner bereits 2003 der Bundesstiftung Aufarbeitung überantwortet. Mehr als 12.000 davon wurden von ihm über die Jahre persönlich digitalisiert. „Wir durften Klaus Mehner als manchmal knorrigen, aber unter der rauen Schale letztlich sehr herzlichen Menschen von höchster Zuverlässigkeit kennenlernen, dem sein Beruf nicht einfach bloßer Job gewesen ist. Das fand seinen Ausdruck nicht zuletzt in der Präzision seiner schriftlichen Dokumentation zu den einzelnen Fotos“, sagte der Leiter des Archivs der Bundesstiftung Aufarbeitung Dr. Matthias Buchholz.

Erste Einblicke in den einzigartigen Fotobestand Mehner erhalten Sie auf unserer Stiftungshomepage.