Aktuelles

Aktuelle Meldung vom 11.11.2016

Haushaltsausschuss des Bundestags stärkt Aufarbeitung der SED-Diktatur

Etat der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur soll bis 2019 stabilisiert werden

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am 10. November beschlossen, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur für 2017 bis 2019 jährlich 1,358 Millionen Euro an zusätzlichen Bundesmitteln zur Verfügung zu stellen. Der größte Teil davon wird für die Förderung von Projekten der Diktaturaufarbeitung im gesamten Bundesgebiet eingesetzt werden können.

„Die Entscheidung des Haushaltsausschusses ist ein starkes Bekenntnis zur Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur und ihrer Folgen. Die zusätzlichen Mittel werden eine Investition mit großer Dividende sein. Sie kommen über die Projektförderung der vielfältigen Aufarbeitungslandschaft in den Regionen zugute. Damit tragen sie dazu bei, bundesweit Projekte zur Auseinandersetzung mit Diktatur und Demokratie sowie der dringend erforderlichen Bildungsarbeit umzusetzen. Auch unser Themenschwerpunkt 2017 zur Geschichte des Kommunismus kann dadurch mit vielfältigen Angeboten weiter umgesetzt werden“, sagte die Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung Anna Kaminsky in Berlin. „Unser Dank gilt insbesondere den Kultur- und Haushaltspolitikern der Koalition und darüber hinaus natürlich allen, die uns seit langem unterstützen“, erklärte Anna Kaminsky. Bevor der Beschluss des Haushaltsausschusses in Kraft tritt, muss der Haushalt noch vom Deutschen Bundestag verabschiedet werden.

Als Fördermittelgeberin des Bundes hat die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur von 1998 bis 2016 rund 3.100 Vorhaben finanziell und ideell unterstützt. Dafür konnten den Projektpartnern Fördermittel in Höhe von rund 43 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Mit Unterstützung der Stiftung wurden Bildungsmedien erstellt, Dokumentarfilme produziert, Bücher und Dissertationen verfasst, Archivbestände erschlossen, Ausstellungen erarbeitet, Konferenzen und Diskussionsveranstaltungen realisiert, Opferverbände unterstützt, Gedenkstätten weiterentwickelt und Museen ausgebaut.