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Aktuelle Meldung vom 15.11.2016

Wolf Biermann feiert 80. Geburtstag

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gratuliert dem Liedermacher Wolf Biermann herzlich zu seinem 80. Geburtstag. Geboren am 15. November 1936 in Hamburg, siedelte Biermann 1953 in die DDR über. In seinen Liedern und Gedichten wurde er zu einem der schärfsten Kritiker der SED und der DDR, weshalb 1965 ein Auftritts- und Publikationsverbot verhängt wurde.

Nach einem Konzert in Köln wurde der Liedermacher am 13. November 1976 wegen „grober Verletzung der staatsbürgerlichen Pflichten“ aus der DDR ausgebürgert und durfte nicht zurückkehren. Die Ausbürgerung löste in beiden deutschen Staaten Entrüstung aus, Künstler und Intellektuelle protestierten dagegen. Biermanns Gedichtbände zählen heute zu den meistverkauften der deutschen Nachkriegsliteratur. Seine Werke wurden vielfach ausgezeichnet.

Aus Anlass des 40. Jahrestages der Ausbürgerung Wolf Biermanns findet vom 30. November bis 1. Dezember 2016 eine Literaturtagung der Deutschen Gesellschaft e.V. und der Bundesstiftung Aufarbeitung statt, zu der Sie hier weitere Informationen finden.

Die Bundesstiftung Aufarbeitung hat sich in den vergangenen Jahren an vielen Stellen dem Leben und dem Werk Wolf Biermanns gewidmet:

Veranstaltungsnachlesen

3. November 2016, Podiumsdiskussion
„Der Fall Biermann – Mit der Gitarre gegen die Staatsmacht“

11. November 2011, Podiumsdiskussion
„Wolf Biermann 1976: Die Ausbürgerung und ihre Folgen“

Eigene und geförderte Publikationen

Buch: „Robert Grünbaum: Wolf Biermann 1976 – Die Ausbürgerung und ihre Folgen“
DVD: „Wolf Biermann: Ermutigung im Steinbruch der Zeit“
CD/DVD: „DDR-Geschichte in Augenblicken - von Jugendweihe bis Biermann-Ausbürgerung.“