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Aktuelle Meldung vom 05.01.2017

200.000 Euro Sondermittel der Bundesstiftung Aufarbeitung für Veranstaltungen zur Kommunismusgeschichte

Im Rahmen des Themenschwerpunkts „Der Kommunismus: Utopie und Wirklichkeit“ zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution stellt die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur 200.000 Euro zur Förderung von Veranstaltungen zur Verfügung, die sich mit der Geschichte des Kommunismus auseinandersetzen.

Im Rahmen des Sonderförderprogramms können Mittel für öffentliche Veranstaltungen oder Weiterbildungen zur Geschichte der kommunistischen Bewegungen, Parteien und Diktaturen seit 1917 bis zu einer Höhe von 15.000 Euro beantragt werden. Ausdrücklich willkommen sind dabei Veranstaltungen, die das Erbe des Kommunismus vor dem Hintergrund aktueller politischer Problemlagen wie Gefährdungen der Demokratie durch Populismus und Extremismus diskutieren oder der Erinnerung an die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft gewidmet sind.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Ausschreibung und den Förderbedingungen.

Der Kommunismus: Utopie und Wirklichkeit – Weitere Angebote der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

2017 jährt sich die „Oktoberrevolution“ zum 100. Mal. Die Hoffnung auf ein demokratisches Russland, die mit der Februarrevolution verbunden war, endete mit dem bolschewistischen Putsch im Oktober/November 1917, der als „Oktoberrevolution“ in die Geschichte einging. Die Revolution wurde zum Ausgangspunkt der kommunistischen Weltbewegung, die zu den prägenden Kräften des 20. Jahrhundert zählte und deren Diktaturen unzählige Opfer auf dem Gewissen haben. Aus diesem Anlass hat die Stiftung verschiedene Angebote für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit entwickelt.

Für die gemeinsam mit dem Deutschen Historischen Museum herausgegebene Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ konnte der profilierte Historiker Gerd Koenen als Autor gewonnen werden. Die Ausstellung wird ab Februar 2017 in Hunderten Orten im gesamten Bundesgebiet gezeigt werden.

Zwei Websites sind in Vorbereitung, die Informationen zur Geschichte des Kommunismus erstmals im Internet zur Verfügung stellen und bündeln. Mit dem Portal www.kommunismusgeschichte.de werden umfangreiche wissenschaftliche Quellen, Audiodokumente und weitere Informations- und Recherchemöglichkeiten kostenfrei zur Verfügung gestellt. Das internationale Dissidentenlexikon umfasst Biografien von Regimegegnern in den ehemaligen Ostblockstaaten, die ab Februar 2017 unter www.dissidenten.eu erstmals in deutscher Sprache zur Verfügung stehen werden.

Die internationale Tagung „Blinde Flecken in der Geschichtsbetrachtung? Kommunismus im 20. Jahrhundert“, von der Bundesstiftung Aufarbeitung gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung ausgerichtet, wird vom 23. bis 25. Februar in Berlin führende Fachleute für Kommunismusgeschichte und Erinnerungskulturen zusammenbringen. Auch die 10. Geschichtsmesse vom 19. bis 21. Januar im thüringischen Suhl ist dem Umgang mit dem Erbe des Kommunismus gewidmet.