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Aktuelle Meldung vom 12.01.2017

Bundesstiftung Aufarbeitung erinnert zur Luxemburg-Liebknecht-Demo an die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur wird zur Luxemburg-Liebknecht-Demonstration am Sonntag, 15. Januar in Berlin einen Gedenkkranz für die Opfer des Stalinismus am Denkmal auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde niederlegen. „Die Geschichte des Kommunismus muss untrennbar mit der Erinnerung an die millionenfachen Verbrechen kommunistischer Gewaltherrschaft und dem Unrecht der Diktatur verbunden sein“, sagte die Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung Anna Kaminsky.

In früheren Jahren waren die Gedenkkränze am Mahnmal für die Opfer des Stalinismus von Teilnehmern der Demonstration zertreten und beschädigt worden. Die Bundesstiftung Aufarbeitung fordert deshalb die Veranstalter der Demonstration auf, den Gedenkstein vor Übergriffen zu schützen. „Wir erwarten von den Verantwortlichen der Luxemburg- Liebknecht-Demonstration, dass die Erinnerung an die Opfer des Stalinismus nicht mit Füßen getreten wird“, erklärte Anna Kaminsky.

Als politische Großdemonstration findet die Liebknecht-Luxemburg-Demonstration alljährlich zum Gedenken an die am 15. Januar 1919 in Berlin ermordeten Mitbegründer der KPD Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht statt. Sie endet traditionell an der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde. Seit 2006 erinnert ein Gedenkstein am Rande der Gedenkstätte der Sozialisten an die Opfer politischer Repression in der Sowjetunion sowie der SBZ und der DDR.