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Aktuelle Meldung vom 06.02.2017

Veranstaltungsreihe "Nach der Illusion": Was bleibt vom Kommunismus im 21. Jahrhundert?

Vortragsreihe des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam, des Centre Marc Bloch und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Als „Ende der Illusion“ hat der französische Historiker François Furet vor 22 Jahren den Untergang des Kommunismus gedeutet. Einhundert Jahre nach der Oktoberrevolution wirft eine zehnteilige Vortragsreihe unter dem Titel »Nach dem Ende der Illusion« die Frage auf, was vom Kommunismus im 21. Jahrhundert übrig bleibt. In der gemeinsamen Reihe des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam, des Centre Marc Bloch und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur beantworten internationale Expertinnen und Experten diese Frage aus verschiedenen Perspektiven.

Den Auftakt macht der Historiker Heinrich August Winkler mit seinem Vortrag „Marx und die Folgen. Gedanken zum Wandel der Revolution 1789-1989“ am 7. Februar, 18 Uhr im Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum der Humboldt-Universität zu Berlin. Winkler beleuchtet die Rückschlüsse, die Marx und Engels aus der Französischen Revolution zogen. Wie tragfähig waren die postulierten Analogien zwischen der bürgerlichen und der proletarischen Revolution? Welche praktischen Konsequenzen leiteten sie sowie später Lenin und die russischen Bolschewiki daraus ab?

In neun weiteren Vorträgen sprechen Werner Plumpe, Catherine Gousseff, Jürgen Kocka, Sandrine Kott, Stefan-Ludwig Hoffmann, Marsha Siefert, David Holloway, Brigitte Studer und Karl Schlögel über die Nachwirkungen des Kommunismus auf das heutige Verständnis von Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur.

Marx und die Folgen. Gedanken zum Wandel der Revolution 1789–1989. Vortrag von Heinrich-August Winkler
Datum: Dienstag, 7. Februar 2017
Uhrzeit: 18 Uhr
Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum der Humboldt-Universität zu Berlin | Geschwister-Scholl-Straße 1-3 | 10117 Berlin


Weitere Informationen zur Reihe »Nach dem Ende der Illusion« Was bleibt vom Kommunismus im 21. Jahrhundert? finden Sie hier.

Im Rahmen ihres Themenschwerpunkts „Der Kommunismus: Utopie und Wirklichkeit“ setzt die Bundesstiftung Aufarbeitung 2017 die Geschichte des Kommunismus und dessen Folgen auf die Agenda. Eine Ausstellung, mehrere Websites, eine internationale Konferenz und weitere Aktivitäten regen zur Auseinandersetzung mit den Prägungen durch die kommunistische Weltbewegung des 21. Jahrhunderts an. Weitere Informationen finden Sie hier.