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Aktuelle Meldung vom 24.03.2017

Internationale Diplomaten informieren sich über Angebote zur Kommunismusgeschichte

Diplomatische Vertreter von zehn Staaten haben sich am 24. März in Berlin über die Projekte zur Aufarbeitung des Kommunismus informiert, welche die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur im Rahmen ihres Schwerpunkts „Der Kommunismus – Utopie und Wirklichkeit“ 2017 realisiert. 100 Jahre Oktoberrevolution sind für die Bundesstiftung Aufarbeitung der Anlass, um die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Kommunismus zu befördern. „Die Aufarbeitung des Kommunismus ist eine europäische Aufgabe mit einer weltweiten Dimension“, sagte der Ratsvorsitzende der Bundesstiftung Aufarbeitung Markus Meckel im Rahmen der Veranstaltung.

Diesen internationalen Anspruch löst besonders die Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ ein, die die Stiftung gemeinsam mit dem Deutschen Historischen Museum herausgibt. Bereits mehr als 1.000 Exemplare der Ausstellung sind bislang bestellt und werden im Jahresverlauf in Schulen, Bibliotheken, Rathäusern und weiteren Einrichtungen an Hunderten Orten im gesamten Bundesgebiet zu sehen sein. Bisher liegt die Ausstellung zudem in englischer, französischer, russischer und spanischer Sprache vor. „Wir hoffen, dass einige diplomatische Vertretungen die Chance ergreifen und die Ausstellung in ihre jeweilige Landessprache übersetzen lassen“, sagte der Kurator der Ausstellung Dr. Ulrich Mählert. Auf diesem Weg war es bei früheren Ausstellungen der Stiftung möglich, bis zu dreizehn Sprachfassungen anzubieten, so der Leiter des Arbeits Wissenschaft der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Vorgestellt wurden auch das internationale Online-Lexikon „Widerstand und Opposition im Kommunismus 1945–91“, das unter www.dissidenten.eu Biografien und Basisinformationen zu Opposition und Widerstand im ehemaligen Ostblock kostenlos bereitstellt. Unter www.kommunismusgeschichte.de entsteht zurzeit eine Informationsplattform im Netz, auf der umfangreiche Informationen und Materialien zur Geschichte des Kommunismus verfügbar gemacht werden. Kern des Angebots sind die Beiträge des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung (JHK), deren Ausgaben 2005 bis 2015 ab Ende April erstmals digital und frei zugänglich sind.