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Aktuelle Meldung vom 24.05.2017

Podiumsdiskussion am 06.06.: Vorbild oder Zerrbild - Lässt sich von der DDR-Schule lernen?

Dritter Teil der Reihe „Deutschland 2.0: Die DDR im vereinigten Deutschland“

Die dritte Veranstaltung der Reihe »Deutschland 2.0« widmet sich am 6. Juni der Rolle der DDR-Schule in der gesamtdeutschen Bildungsdebatte. Wirkt die DDR im ostdeutschen Schulwesen bis heute nach? Gibt es pädagogische Ansätze des untergegangenen Staates, von denen Deutschland mit seinen aktuellen Herausforderungen auf dem Weg zur erfolgreichen Bildungsnation profitieren könnte? Darüber diskutieren der Bundesvorsitzende des Geschichtslehrer-Verbandes Ulrich Bongertmann, der Erziehungswissenschaftler Professor Gert Geißler, die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag Rosemarie Hein sowie die brandenburgische FDP-Politikerin Linda Teuteberg in einem von David Ensikat (Der Tagesspiegel) moderierten Podiumsgespräch.

Nach dem „PISA-Schock“ im Jahr 2000 entbrannte in Deutschland eine Debatte über die Qualität des Bildungssystems, die zu mehreren tiefgreifenden Schulreformen führte. In der bis heute anhaltenden Diskussion wird auch die DDR-Einheitsschule mit ihrem Leistungsprinzip, dem einheitlichen und gemeinsamen Lernen über viele Jahre hinweg sowie ihrem Fokus auf die Naturwissenschaften als Modell herangezogen. Die negativen Seiten des SED-Erziehungssystems bleiben dagegen oft unterbelichtet: ideologische Indoktrination und politische Reglementierung, starre Lehrpläne und formalisierte Unterrichtsmethoden, fehlende Individualität für Lehrende und Lernende. Dennoch scheinen einige ostdeutsche Bundesländer mit Anleihen und fortgesetzten Traditionen aus dem sozialistischen Unterricht Erfolge zu feiern: Sachsen und Thüringen belegen bei nationalen Vergleichsstudien regelmäßig Spitzenplätze.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Deutschland 2.0“, die mehr als 25 Jahre nach dem Ende der kommunistischen Diktatur und der deutschen Einheit danach fragt, wie die DDR in unserer Gegenwart nachwirkt. Die Reihe wird gemeinsam ausgerichtet vom Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, der Deutschen Gesellschaft e.V. und der Bundesstiftung Aufarbeitung. Weitere Informationen finden Sie hier.

Podiumsdiskussion: Vorbild oder Zerrbild? Die DDR-Schule in der gesamtdeutschen Bildungsdebatte
Veranstalter: Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, Deutsche Gesellschaft e. V., Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Datum: Dienstag, 06. Juni 2017
Uhrzeit: 18 Uhr
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur | Kronenstraße 5 | 10117 Berlin-Mitte
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.