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Aktuelle Meldung vom 08.06.2017

Jahrestagung ehemaliger Gefangener des GULag vom 8. bis 10. Juni 2017 in Berlin

Die Mitglieder der Lagergemeinschaft Workuta/GULag Sowjetunion treffen sich vom 8. bis 10. Juni 2017 in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zu ihrer Jahrestagung. Unter dem Titel „Vor 100 Jahren: Eine Revolution, die die Welt veränderte“ stehen die Oktoberrevolution 1917 und die Folgen der kommunistischen Machtübernahme im Mittelpunkt der dreitägigen Veranstaltung. Am Donnerstag, 8. Juni um 18 Uhr wird der Senator der Stadt Berlin für Kultur und Europa Dr. Klaus Lederer zu einem Grußwort erwartet. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur wird einige ihre vielfältigen Projekte zu 100 Jahren Oktoberrevolution vorstellen. Darüber hinaus stehen Vorträge und Diskussionen auf dem Programm. Am 10. Juni besuchen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die ehemalige Verhör- und Haftstätte des sowjetischen Geheimdienstes, später der Staatssicherheit, an der Prenzlauer Allee.

Die Lagergemeinschaft Workuta / GULag Sowjetunion ist ein Verband ehemaliger politischer Häftlinge, die seit 1945 zu Haft und Zwangsarbeit in der Sowjetunion verurteilt wurden. Die wegen ihrer antikommunistischen Haltung und Tätigkeit, zum Teil aber auch aus reiner Willkür verhafteten wurden von Sowjetischen Militärtribunalen (SMT) zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Wenn nicht die Todesstrafe verhängt wurde, waren 25 Jahre Lagerhaft die Regel. Die Verurteilungen deutscher Staatsbürger durch die sowjetische Besatzungsmacht endeten 1953. Danach übernahm das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der 1949 gegründeten DDR allein die Verfolgung politischer Gegner.

„Vor 100 Jahren: Eine Revolution, die die Welt veränderte“
Jahrestagung der Lagergemeinschaft Workuta/GULag Sowjetunion
8. bis 10. Juni 2017 in Berlin
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur | Kronenstraße 5 | 10117 Berlin-Mitte