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Aktuelle Meldung vom 11.09.2017

Gedenken an die Opfer der sowjetischen Speziallager, Diskussion zu Stand und Zukunft der Aufarbeitung

Das vergangene Wochenende stand im Zeichen verschiedener Gedenk- und Diskussionsveranstaltungen zur kommunistischen Gewaltherrschaft und deren Opfern, die mit Unterstützung und Beteiligung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur stattfanden.

Am Samstag, 9. September wurde mit parallelen Gedenkveranstaltungen in den ehemaligen sowjetischen Speziallagern in Mühlberg und Jamlitz an die Opfer der dortigen unmenschlichen Haftbedingungen erinnert. Geschäftsführerin Anna Kaminsky vertrat die Bundesstiftung Aufarbeitung bei der Veranstaltung der Initiativgruppe Lager Mühlberg e. V., bereits am Vortag hatte sie einen öffentlichen Vortrag zu Denkmälern und Erinnerungsorten in Mühlberg gehalten. Am Denkmal für die verstorbenen Kriegsgefangenen auf dem Friedhof in Neuburxdorf sowie beim Mahn- und Gedenktreffen am Hochkreuz der Gedenkstätte für die Verstorbenen des sowjetischen Speziallagers Nr. 1 wurden Kränze niedergelegt. Die Initiativgruppe Internierungslager Jamlitz e.V. erinnerte an die Opfer des Sowjetischen Speziallagers Nr. 6 und an die Häftlinge und Toten des ehemaligen KZ-Außenlagers Lieberose. Das Schicksal der Mütter und Kinder in den Speziallagern war Thema der Gedenkansprache des Vorsitzenden des Bautzen-Komitee e.V. Alexander Latotzky vor rund 150 Teilnehmenden. Latotzky selbst wurde 1948 im Speziallager Bautzen geboren.

Beim Kongress der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft am 9. September in Berlin wurde die Stiftung durch den stellvertretenden Geschäftsführer Robert Grünbaum vertreten, der einen Vortrag zum Stand der Aufarbeitung der SED-Diktatur hielt. Unter dem Titel „Kleine Brötchen oder großer Wurf?“ diskutierten Vertreter von Opferverbänden, Aufarbeitungseinrichtungen und weitere Expertinnen über Erfolge, Defizite und die Zukunft der Aufarbeitung.

Alle drei Veranstaltungen wurden von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert.