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Aktuelle Meldung vom 06.11.2017

Albania meets Germany – Delegation albanischer Aufarbeitungsinstitutionen in Berlin zu Gast

Unter dem Titel „Dealing with the Past ? – Albania meets Germany 2017“ hat die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und der OSZE-Präsenz in Albanien eine Delegation von 15 Vertreterinnen und Vertretern albanischer Aufarbeitungs- und Bildungsinstitutionen sowie Museen und Gedenkstätten zu einer sechstägigen Arbeitsreise nach Deutschland eingeladen.

Die Gäste besuchen bis zum 10. November unter anderem die Gedenkstätte Berliner Mauer zu einer Führung und einem Gespräch mit dem Direktor der Stiftung Berliner Mauer Prof. Dr. Axel Klausmeier. Zudem werden sie die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße in Erfurt kennenlernen, wo sie mit deren Leiter Dr. Jochen Voit und dem wissenschaftlichen Referenten der Stiftung Ettersberg Dr. Peter Wurschi sprechen werden sowie die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus, wo sie von der Leiterin Sylvia Wähling und dem Zeitzeugen Siegmar Faust empfangen werden. Ein Treffen mit dem Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Roland Jahn steht ebenso auf dem Programm wie eine Führung durch das Stasiunterlagenarchiv in der Normannenstraße. Am 9. November beteiligt sich die Delegation mit einem eigenen Beitrag an der zentralen Gedenkveranstaltung zum Tag des Mauerfalls in der Bernauer Straße.

Ziel der Reise ist es, die von der Bundesstiftung Aufarbeitung über viele Jahre geknüpften Verbindungen weiter zu intensivieren. Die albanischen Institutionen sollen durch den Transfer von Erfahrungen und Wissen bei ihrem schwierigen Aufarbeitungsprozess unterstützt werden. Es sollen künftige gemeinsame Vorhaben angeschoben werden, wobei insbesondere die Aufarbeitung der kommunistischen Diktaturen im schulischen Kontext im Fokus steht.