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Aktuelle Meldung vom 21.03.2018

16. Ost-West-Europäisches Gedenkstättentreffen: Fortschrittsglaube und Repression in den europäischen Diktaturen des 20. Jahrhunderts

Das Ost-West-Europäische Gedenkstättentreffen ist eine der wichtigsten internationalen Netzwerkveranstaltungen zur Auseinandersetzung mit der europäischen Erinnerungskultur. Zur 16. Veranstaltung vom 21. bis 24. März im polnischen Krzyżowa/Kreisau werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus mehr als zehn Nationen erwartet. Thema des Treffens ist der historische Fortschrittglaube, der von Diktaturen und autoritären Regimen dazu benutzt wurde, tiefgreifende gesellschaftliche, technische und wirtschaftliche Veränderungen mit Repressionen und Zwang durchzusetzen. So wird über verschiedene Großprojekte wie den Donau-Schwarzmeer-Kanal gesprochen, die im Nationalsozialismus und den kommunistischen Diktaturen ohne Rücksicht auf Menschenleben vorangetrieben wurden.

Auch beim Thema „Umbau des Stadtraums“ wird der übergreifende Ansatz des Treffens deutlich. In einzelnen Projektpräsentationen werden Bauvorhaben in der DDR am Beispiel Eisenhüttenstadts, in der Sowjetunion anhand des größten georgischen Industriestandorts Rustawi sowie im NS-Staat am Beispiel des Reichsparteitagsgeländes in Nürnberg vorgestellt und diskutiert.

Das Ost-West-Europäische Gedenkstättentreffen richtet sich an Historikerinnen und Historiker sowie und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Erinnerungsorten, Museen, Gedenkstätten, Bildungszentren, Menschenrechtsorganisationen oder Zeitzeugenprojekten.

Weitere Informationen zum Veranstaltungsprogramm finden Sie hier.

16. Ost-West-Europäisches Gedenkstättentreffen
Veranstalter: Gedenkstätte Stiftung Kreisau, Evangelische Akademie zu Berlin, Zentrum „Erinnerung und Zukunft“ Breslau, Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
21. bis 24. März 2018
Internationale Begegnungsstätte Krzyżowa/Kreisau