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Aktuelle Meldung vom 26.04.2018

Diskussion am 8. Mai: Renaissance des Kommunismus? Diskussion zur Ideengeschichte der 68er

Zweiter Teil der Reihe »Das doppelte 1968. Hoffnung – Aufbruch – Protest«

Berlin, 26.04.2018. Rosa Luxemburg, Che Guevara, Leo Trotzki oder Mao Tse-tung waren Leitbilder der Studentenbewegung der späten 1960er-Jahre, mit der eine Renaissance marxistischer Ideen einherging. Während die Protestbewegung im Westen unter den Bedingungen der freiheitlichen Demokratie nach Wegen zur Verwirklichung eines kommunistischen Ideals suchte, verweigerten sich die poststalinistischen Diktaturen im Osten mit aller Macht den westlich-marxistischen Ideen und der Möglichkeit eines »Dritten Weges«, ja selbst einem »Sozialismus mit menschlichem Antlitz«, wie er 1968 in Prag versucht wurde.

Die zweite Veranstaltung der Reihe »Das doppelte 1968. Hoffnung – Aufbruch – Protest« fragt nach der Rolle kommunistischer Theorien und Ideen für die 68er-Bewegung. Welche Bezugspunkte lassen sich zwischen der Renaissance marxistischen Denkens im Westen und dem „real existierenden Sozialismus“ in Ostmitteleuropa finden? Welche gesellschaftlichen Folgen hatten die damaligen intellektuellen Utopien und was ist von ihnen bis heute geblieben? Über diese Fragen diskutieren der Schriftsteller und Historiker György Dalos, der ehemalige Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung Ralf Fücks sowie die Politikwissenschaftler Prof. Dr. Barbara Zehnpfennig (Universität Passau) und Prof. Dr. Tilman Mayer (Universität Bonn). Das Gespräch wird moderiert von Catarina Zanner (rbb).

Die siebenteilige Veranstaltungsreihe „Das doppelte 1968“ beleuchtet den vielschichtigen gesellschaftlichen Wandel der späten 1960er-Jahre in ost-westlicher Perspektive. Dabei werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Aufbegehrens in Politik, Gesellschaft, Alltag und Kultur auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs im Vergleich betrachtet. Die Reihe wird gemeinsam veranstaltet von der Deutschen Gesellschaft e.V., dem Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Weitere Informationen unter: www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/1968

Podiumsdiskussion: Renaissance des Kommunismus? Zur Ideengeschichte der „Achtundsechziger“
Datum: 08. Mai 2018
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Veranstalter: Deutsche Gesellschaft e.V., Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Bundesstiftung Aufarbeitung | Kronenstraße 5 | 10117 Berlin
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.