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Aktuelle Meldung vom 08.05.2018

8. Mai 1945: Ein Tag der Befreiung, aber auch Beginn neuer Unfreiheit

Dr. Anna Kaminsky, Geschäftsführerin der Bundesstiftung AufarbeitungZum 8. Mai, dem Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Beendigung des 2. Weltkrieges, erklärte die Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Anna Kaminsky:

„Wir feiern am 8. Mai die Befreiung Deutschlands und Europas von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Dabei gedenken wir der Millionen Opfer des verbrecherischen nationalsozialistischen Angriffskrieges, des Holocausts und der politischen und rassischen Verfolgung. Teil der Erinnerung muss jedoch auch sein, dass der 8. Mai 1945 für die Menschen in Ostmitteleuropa zum Ausgangspunkt neuer Diktaturen wurde. Die Versuche, die in der Nachkriegszeit errichteten kommunistischen Regime abzuschütteln, endeten lange vergeblich und mit vielen Opfern – ob in der DDR 1953, in Poznan und Ungarn 1956 oder in der Tschechoslowakei 1968. Erst mit den friedlichen Revolutionen von 1989 bekamen die Menschen im ehemaligen kommunistischen Machtbereich die Chance, in Demokratie und Freiheit zu leben. Auch daran möchten wir am heutigen Gedenktag erinnern.“