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Aktuelle Meldung vom 15.05.2018

Neue Broschüren zum Militärischen in der DDR

Heiner Bröckermann - Militarisierung der DDR Selbst bezeichnete sich die DDR als "Friedensstaat", zugleich gilt sie in der Rückschau als eine der am stärksten militarisierten Gesellschaften der Welt. Zwei neue Broschüren befassen sich mit diesem Phänomen.

Der Militärhistoriker Heiner Bröckermann beschreibt in der Publikation „Militarisierung der DDR“, wie das Militärische das Bildungswesen, aber auch das Berufs- und Privatleben vieler Menschen durchdrang. Dabei wird deutlich, wie stark die Militarisierung der Gesellschaft mit dem Herrschaftsanspruch der SED verwoben war.

Siebeneichner - Kampfgruppen der Arbeiterklasse in der DDR Dass das Uniformierte nicht immer vom Militär selbst ausging, zeigt Tilmann Siebeneichners „Kampfgruppen der Arbeiterklasse in der DDR“. Nach dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 gegründet, sollte die betrieblich organisierte Parteimiliz für den Schutz der SED sorgen und zugleich deren Herrschaft legitimieren. Der Zeithistoriker Siebeneichner skizziert die Ursprünge der Kampfgruppen in der Weimarer Republik und die Kluft zwischen ideologischem Anspruch und der Realität in den Kampfgruppen.

Beide Broschüren aus der gemeinsamen Schriftenreihe der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen geben einen knappen Überblick über ihr Thema und eignen sich besonders für die Bildungsarbeit. „Militarisierung der DDR“ und „Kampfgruppen der Arbeiterklasse“ sind jetzt über den Onlineshop erhältlich.