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Aktuelle Meldung vom 05.12.2018

70 Jahre Erklärung der Menschenrechte: Diskussion zur Menschenrechtssituation in Russland am 10.12.

Am 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen am 10. Dezember wird in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur über die aktuelle Menschenrechtssituation in Russland diskutiert. Organisationen und Personen, die sich mit der Aufarbeitung des Stalinismus beschäftigen, sind in den letzten Jahren in Russland zunehmend unter staatlichen Druck geraten. Dass dies sowohl russische Nichtregierungsorganisationen wie auch internationale Wissenschaftler betrifft, kann der französische Historiker und Sowjetunion-Experte Professor Nicolas Werth aus eigener Erfahrung berichten. Gemeinsam mit Jewgenija Kulakowa, jahrelang bei der Menschrechtsorganisation „Memorial“ engagiert, und dem polnischen Fotografen Tomasz Kizny spricht er über die Zusammenhänge von historischer Aufarbeitung und aktuellen Menschenrechtsfragen. Moderiert wird das Gespräch von Tamina Kutscher, Chefredakteurin von dekoder.org.

Die russische Regierung scheint eine Geschichtspolitik der imperialen Größe zunehmend zur Legitimierung ihrer Macht und zur Glorifizierung der Heimat zu nutzen. Welche Rolle kommt dabei gesellschaftlichen Initiativen zu, die sich kritisch mit kommunistischen Verbrechen auseinandersetzen, die Opfer der kommunistischen Diktatur ehren und in den Dissidentenbewegungen Vorbilder für Freiheit und Demokratie sehen? Nach einer kurzen Einführung von Markus Meckel, Außenminister a. D. werden diese Fragen am Tag der Menschenrechte 2018 diskutiert.

Die Veranstaltung findet in russischer Sprache statt und wird simultan ins Deutsche gedolmetscht.

Podiumsdiskussion: Aufarbeitung, Erinnerung und Menschenrechte in Russland
Datum: 10. Dezember 2018
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Bundesstiftung Aufarbeitung | Kronenstraße 5 | 10117 Berlin
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.