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Aktuelle Meldung vom 24.03.2019

Internationaler Tag für das Recht auf Wahrheit 2019: Opfer von Menschenrechtsverletzungen müssen gehört werden

Der 24. März ist der Internationale Tag für das Recht auf Wahrheit über schwere Menschenrechtsverletzungen und für die Würde der Opfer. Dieser Tag ist für die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Anlass, um die Hunderttausenden Opfer von politischer Verfolgung in der DDR in Erinnerung zu rufen, die teilweise bis heute unter den Folgen von Haft und Repression leiden. Für sie ist es einerseits wichtig, dass sie öffentliche Anerkennung ihrer Verfolgung über gesetzliche Regelungen erhalten. Aus diesem Grund setzt sich die Bundestiftung seit vielen Jahren dafür ein, dass die Fristen bei den Rehabilitierungsgesetzen aufgehoben werden und es Erleichterungen bei der Anerkennung von verfolgungsbedingten Gesundheitsschäden gibt. Die gesellschaftliche Anerkennung zeigt sich aber auch darin, dass die Wahrheit über Repression und Verfolgung immer wieder öffentlich thematisiert und die Diktatur in der DDR nicht verharmlost wird. Insbesondere für die jungen Generationen ist es wichtig, auch über die deutsche Nachkriegsgeschichte, die Teilung und die kommunistische Diktatur im östlichen Teil des Landes im Unterricht zu erfahren.

Der Internationale Tag für das Recht auf Wahrheit über schwere Menschenrechtsverletzungen und für die Würde der Opfer wurde 2010 durch die Vereinten Nationen zu Ehren von Erzbischof Oscar Arnulfo Romero initiiert, der 1980 in San Salvador ermordet wurde. Es werden zudem die Opfer von Menschenrechtsverletzungen und all jene geehrt, die sich für die Einhaltung der Menschenrechte einsetzen beziehungsweise in diesem Zusammenhang gestorben sind.
Als Gegner der damaligen Militärregierung trat Erzbischof Romero für die Rechte der Unterdrückten, für Gerechtigkeit, für die Einhaltung der Menschenrechte sowie für politische Reformen in El Salvador ein. Seine Ermordung löste in El Salvador einen Bürgerkrieg aus.