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Aktuelle Meldung vom 22.08.2019

80. Jahrestag: Bundesstiftung Aufarbeitung erinnert an den Hitler-Stalin-Pakt und die Folgen

Zum heutigen Europäischen Tag des Gedenkens an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus erinnert die Bundesstiftung Aufarbeitung an die Unterzeichnung des sogenannten „Hitler-Stalin-Pakts“ vor 80 Jahren und dessen Folgen.

Der Pakt ermöglichte Hitler letztendlich den Angriff auf Polen, ohne ein Eingreifen der Sowjetunion befürchten zu müssen. Zudem legten die Diktatoren ihre Einflusssphären fest und teilten die baltischen und ostmitteleuropäischen Staaten unter sich auf. Für diese Länder markiert das Datum den Beginn von Jahrzehntelanger Unfreiheit, Krieg und sowjetischer Diktatur, die erst 1989/90 endete. Unter der Herrschaft Stalins (1927-1953) wurden Bürgerinnen und Bürger der Sowjetunion willkürlich verfolgt, in Straflager deportiert und in politischen Schauprozessen zum Tode verurteilt.

Anlässlich des 50. Jahrestages des Paktes schlossen sich über eine Million Esten, Letten und Litauer zu einer Menschenkette zusammen, um für ihre Freiheit zu demonstrieren. Am 2. April 2009 erklärt das Europäische Parlament den 23. August zum »Gedenktag für die Opfer aller totalitären und autoritären Regime«.