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Aktuelle Meldung vom 31.07.2012

„Politik des Dialogs“: Welche Bedeutung hat das SED-SPD-Papier von 1987?

Podiumsgespräch zu Entstehung und Folgen des Dialogs von SED und SPD vor 25 Jahren

Gegenstand des Podiumsgesprächs „Politik des Dialogs“ am Dienstag, 7. August sind Entstehung und Folgen des sogenannten SED-SPD-Papiers von 1987. Die Veranstaltung wird von der Bundesstiftung Aufarbeitung gemeinsam mit dem Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und der Deutschen Gesellschaft e.V. im Rahmen der achtteiligen Reihe „2x Deutschland“ ausgerichtet.

Nach jahrelangen Gesprächen veröffentlichten westdeutsche Sozialdemokraten und ostdeutsche Kommunisten im August 1987 ein gemeinsames Papier. Unter dem Titel "Der Streit der Ideologien und die gemeinsame Sicherheit" thematisierte dieses unter anderem Fragen der Friedenssicherung, des friedlichen Wettbewerbs der Gesellschaftssysteme und die Notwendigkeit einer Kultur des politischen Streits und des Dialogs.

Das Dokument sorgte in Ost und West für großes Aufsehen und ist bis heute umstritten. Den Einführungsvortrag hält Professor Günther Heydemann, Direktor des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung. Anschließend diskutieren der damalige Verhandlungsführer der SPD-Delegation Erhard Eppler; DDR-Minister a. D. Dietmar Keller; Stephan Hilsberg, DDR-Bürgerrechtler und Professorin Gesine Schwan, Präsidentin der Humboldt-Viadrina School of Governance über Entstehung und Folgen des Papiers von SED und SPD. Das Gespräch wird moderiert von Daniel Friedrich Sturm (Die Welt).

Podiumsgespräch: Politik des Dialogs – Das SED-SPD-Papier von 1987
Datum: 7. August 2012
Uhrzeit: 18 Uhr
Mitveranstalter: Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, Deutsche Gesellschaft e.V.
Ort: Bundesstiftung Aufarbeitung, Kronenstraße 5, 10117 Berlin
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.


Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der achtteiligen Reihe „2x Deutschland“. Im Gespräch mit Wissenschaftlern, Politikern und Zeitzeugen wird danach gefragt, wie sich die Deutschen mit dem Status quo des geteilten Landes arrangierten, welche Ereignisse zur innerdeutschen Annäherung beitrugen, wie die internationale Politik das Geschehen in Deutschland beeinflusste und welche Folgen bis heute zu spüren sind. Die nächste Veranstaltung der Reihe zum Staatsbesuch Erich Honeckers in der Bundesrepublik 1987 findet am Dienstag, 4. September 2012 statt.
Weitere Informationen zu Veranstaltungsreihe „2x Deutschland“ finden Sie hier: http://www.stiftung-aufarbeitung.de/uploads/2012-pdf/2xdeutschland_reihe.pdf