Aktuelles

Meldung vom 02.11.2015

Zum Tod von Günter Schabowski

Am 9. November 1989 schrieb der Sprecher des SED-Politbüros Günter Schabowski im internationalen Pressezentrum in Ost-Berlin Weltgeschichte: „Die DDR-Staatsführung hat sich dazu entschlossen, heute eine Regelung zu treffen, die es jedem Bürger der DDR möglich macht, auszureisen.“ Auf Nachfrage eines Journalisten, wann die neue Reiseregelung in Kraft trete, antwortete er irrtümlich: „Sofort, unverzüglich.“ Damit gab Schabowksi den entscheidenden Impuls für die Menschen in Ost-Berlin, an den Grenzübergängen deren Öffnung zu fordern und durchzusetzen. Der Fall der Berliner Mauer besiegelte das Ende der DDR. Mehr...

Meldung vom 01.11.2015

Litauens verschwiegene Geschichte von Gewalt, Vertreibung und Deportation

Podiumsdiskussion zu den Verbrechen des Stalinismus und Nationalsozialismus im Baltikum

Die russische Ukrainepolitik und die politischen Spannungen zwischen dem Westen und der Russischen Föderation empfinden viele Menschen im Baltikum als Bedrohung. Hintergrund sind vor allem die Gewalterfahrungen, denen die Bevölkerung der drei baltischen Staaten während der sowjetischen Besatzung ausgesetzt war. Diese werden in der Podiumsveranstaltung am 4. November diskutiert werden. Mehr...

Meldung vom 29.10.2015

Berliner Kolleg Kalter Krieg: Call for Proposals für Postdoc Research Fellowships

Das Berliner Kolleg Kalter Krieg schreibt für das zweite akademische Jahr (1. Oktober 2016 – 30. September 2017) mehrere Postdoc-Forschungsstipendien aus. Mehr...

Meldung vom 27.10.2015

Ausstellung „Der Weg zur deutschen Einheit“ kurzfristig auch in arabischer Sprachversion verfügbar

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur stellt eine arabische Fassung der Ausstellung „Der Weg zur deutschen Einheit“ für die historisch-politische Bildungsarbeit mit Kriegsflüchtlingen aus Syrien und dem Irak zur Verfügung. Die gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt erarbeitete Schau spannt einen historischen Bogen, der von der friedlichen Revolution des Jahres 1989 bis in die Gegenwart reicht. Mehr...

Meldung vom 21.10.2015

„Die Stimme des Gulag“: Einmaliger Quellenfundus für das Stiftungsarchiv

Zeitzeugenprojekt des Historikers Meinhard Stark über die Gulag-Haft und deren Folgen

Seit Ende 1989 hat der Historiker Meinhard Stark mehr als 250 ehemalige Lagerhäftlinge oder deren Kinder in Russland, Polen, Kasachstan, Litauen und Deutschland interviewt. Zudem hat Stark vielfältige Materialien zu deren Lebenswegen zusammengetragen. Die Übergabe dieses einmaligen Quellenfundus an das Archiv der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ist Anlass zur öffentlichen Vorstellung des Forschungsvorhabens am 28. Oktober. Mehr...

Meldung vom 20.10.2015

Filmpremiere: Die Tunnelbauer von Glienicke/Nordbahn

Dokumentation über einen besonderen Abschnitt der innerdeutschen Grenze wird erstmals gezeigt

Der Mauerstreifen war am sogenannten „Entenschnabel“ an der Nordgrenze Berlins nur wenige Meter breit. Die Dokumentation „Entenschnabel – Die Tunnelbauer von Glienicke/Nordbahn“ geht den spektakulären Fluchtgeschichten nach, die sich dort während der deutschen Teilung ereignet haben. Der Film wird am 26. Oktober am historischen Ort in Glienicke/Nordbahn erstmals öffentlich gezeigt. Am 3. November folgt die Erstausstrahlung der von der Bundestiftung Aufarbeitung geförderten Dokumentation im Programm des RBB. Mehr...

Meldung vom 15.10.2015

Veranstaltungsnachlese: Landleben in der DDR: Wie sah der Alltag im sozialistischen Dorf aus?

Sechster Teil der Diskussionsreihe „Erinnerungsort DDR. Alltag. Herrschaft. Gesellschaft“

Die sechste Veranstaltung der Reihe „Erinnerungsort DDR“ im Jahr 2015 thematisierte am 13. Oktober das Landleben im Sozialismus. Fast ein Drittel der DDR-Bevölkerung lebte auf dem Land. Die von der SED forcierte sozialistische Umgestaltung der Gesellschaft veränderte auch den Alltag der Menschen in den Dörfern des „Arbeiter- und Bauerstaates“. Mehr...

Meldung vom 30.09.2015

25 Jahre Einheit: Bundesstiftung Aufarbeitung zieht positive Bilanz

Zahlreiche Förderprojekte und eigene Vorhaben konnten 2015 realisiert werden

Zum 25. Jahrestag der deutschen Einheit zieht die Bundesstiftung Aufarbeitung eine positive Bilanz und erinnert zugleich an die bleibenden Aufgaben: „In 25 Jahren wurde vieles erreicht, auf das wir stolz sein können. Unsere Erfahrungen von Teilung und Einheit können uns helfen, die heutigen Herausforderungen erfolgreich anzugehen“, sagte der ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung Aufarbeitung Rainer Eppelmann mit Blick auf die aktuelle Flüchtlingsbewegung. Mehr...

Meldung vom 24.09.2015

Kostenloser Onlinekurs „25 Jahre Deutsche Einheit“ am 3. Oktober 2015 gestartet

Erster MOOC (Massive Open Online Course) zur Deutschen Einheit: Fünf Themen, fünf Dozierende

25 Jahre nach der deutschen Einheit lädt die Kooperative Berlin mit Unterstützung der Bundesstiftung Aufarbeitung zu einer Seminarreihe ein, die von jedem Ort aus kostenlos im Internet besucht werden kann. Der Onlinekurs „25 Jahre Deutsche Einheit“ ist am 3. Oktober auf der offenen Lernplattform „mooin" gestartet. Fünf Expertinnen und Experten diskutieren mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aktuelle Fragen zur deutschen Einheit wie auch zur Erinnerungskultur allgemein. Mehr...

Meldung vom 16.09.2015

Diktaturaufarbeitung im Kaukasus. Notizen aus der georgisch-deutschen Sommerschule „Massengräber in der Stalin-Ära“

Alle Rückschläge können Irakli Khvadagianis nicht entmutigen. Der junge Historiker und seine Mitstreiter suchen seit Jahren in der georgischen Hauptstadt Tbilisi nach den Massengräbern der 1930er Jahre, in denen die Opfer des Großen Terrors in der Sowjetunion verscharrt worden sind. Die Aktivisten haben sich in der NGO SovLab zusammengeschlossen, die sich der Erforschung des politischen Terrors zu Sowjetzeiten verschrieben hat. Mehr...