Aktuelles

Meldung vom 09.12.2014

Droht neuer Kalter Krieg? Heinrich August Winkler und Jörg Baberowski im Streitgespräch

Führt der Konflikt in und um die Ukraine zu einer immer bedrohlicheren Konfrontation zwischen Russland und dem Westen? Droht gar ein neuer Kalter Krieg? Ein Streitgespräch zwischen den Berliner Historikern Heinrich August Winkler und Jörg Baberowski wird am 15. Dezember der aktuellen Ukrainedebatte ein historisches Fundament verleihen. Mehr...

Meldung vom 05.12.2014

Bundesstiftung Aufarbeitung begrüßt 5. SED-Unrechtsbereinigungsgesetz

Zentrale Forderungen der Stiftung finden sich in Entschließung des Deutschen Bundestages wieder

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur begrüßt die materiellen Verbesserungen, die das fünfte Unrechtsbereinigungsgesetz für die bisher anerkannten Opfer der kommunistischen Diktatur in SBZ und DDR bringt. Durch das am Donnerstag, 4. Dezember vom Deutschen Bundestag einstimmig beschlossene Gesetz werden die Zuwendungen und Renten für die politisch Verfolgten erhöht: Wer bisher wegen einer Haftzeit von mindestens 180 Tagen 250 Euro im Monat erhält, bekommt künftig bis zu 300 Euro. Die monatlichen Ausgleichsleistungen für politisch Verfolgte, die berufliche Nachteile erfahren mussten, steigen von 184 Euro auf bis zu 214 Euro; Betroffene, die eine gesetzliche Rente beziehen, erhalten statt bisher 123 Euro bis zu 153 Euro im Monat. Die Erhöhung muss nicht mehr beantragt werden, sondern wird von Amts wegen vorgenommen. Mehr...

Meldung vom 03.12.2014

Zeitenwende – Das Ende der kommunistischen Herrschaft in Rumänien und der DDR

Gemeinsame Podiumsdiskussion der Rumänischen Botschaft und der Bundesstiftung Aufarbeitung

Das Jahr 1989 brachte für ganz Europa eine Zeitenwende. Während die demokratischen Umbrüche in Deutschland und den meisten Ländern Mittel- und Osteuropas nahezu gewaltlos blieben, verlief die Revolution in Rumänien äußerst blutig. In einer gemeinsamen Podiumsdiskussion der Botschaft von Rumänien, des Rumänischen Kulturinstituts und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur werden am 9. Dezember die verschiedenen Situationen in Rumänien und der DDR verglichen. Mehr...

Meldung vom 02.12.2014

„Wo ist die Mauer heute, an der ich mir den Kopf blutig rennen kann?“

Premiere des Internetprojekts „Die Revolution und ihre Kinder – Ostdeutschland eine Generation später“

Ihre Eltern brachten die Mauer zum Einsturz, eine Diktatur zum Verschwinden: Die Kinder der Protagonisten der Friedlichen Revolution haben eine bewegte Familiengeschichte. Was ist davon nach 25 Jahren geblieben? Für den crossmedialen Netzessay „Die Revolution und ihre Kinder – Ostdeutschland eine Generation später“ hat sich die Kooperative Berlin auf eine dokumentarische Reise begeben und fünf Familien zwischen Neubrandenburg und Berlin, Erfurt und Leipzig portraitiert. Am 8. Dezember wird das von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur geförderte Onlineprojekt erstmals öffentlich vorgestellt. Mehr...

Meldung vom 27.11.2014

Die Gegenwart der Vergangenheit: Vorstellung einer neuen Quellenedition zur Geschichte Russlands

Wohin steuert Russland? Diese Frage stellt sich angesichts der Ukraine-Krise und deren Auswirkungen auf die internationalen Beziehungen mit neuer Dringlichkeit. Die Historiker Hans-Heinrich Nolte, Bernhard Schalhorn und Bernd Bonwetsch haben darauf keine abschließenden Antworten, doch die von ihnen editierten „Quellen zur Geschichte Russlands“ zeigen auf anschauliche Weise, woher Russland kommt. Der Stalinismusforscher Professor Jörg Baberowski (HU Berlin) stellt den Band am 2. Dezember in der Bundesstiftung Aufarbeitung vor und wird dabei einen Schwerpunkt auf das 20. Jahrhundert setzen. Anschließend diskutiert er mit den Herausgebern. Mehr...

Meldung vom 26.11.2014

Erlebte Geschichte: Zeitzeugen berichten über DDR und deutsche Teilung

Bochumer Konferenz „Zeitzeugen in Schulen“ bringt Zeitzeugen, Lehrkräfte und Schüler zusammen

Jochen Stern wurde 1947 im Alter von 20 Jahren wegen angeblicher Spionage und antisowjetischer Propaganda verhaftet und zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. 1954 wurde er nach einer Amnestie in die Bundesrepublik entlassen. Der Schauspieler lebt heute in Bonn, bekannt wurde er durch seine Rollen in Theater, Fernsehen und Kino, etwa in „Good Bye Lenin“. Als Zeitzeuge spricht er heute vor Schulklassen über sein Leben. Mehr...

Meldung vom 25.11.2014

SED-Unrechtsbereinigungsgesetz: Geplante Novelle greift zu kurz

Geschäftsführerin Anna Kaminsky mahnt Verbesserungen an / Podiumsdiskussion zieht Zwischenbilanz der Rehabilitation und Entschädigung von Diktaturopfern

Die Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Anna Kaminsky, hat in einer Stellungnahme zur Novelle des SED-Unrechtsbereinigungsgesetzes die geplante Anhebung der Opferrenten begrüßt und weitere Verbesserungen angemahnt: „Mit der Novellierung sollte die Chance ergriffen werden, bestehende Lücken in den Rehabilitierungsgesetzen zu schließen und eine grundlegende Verbesserung zur Unterstützung der Opfer des SED-Unrechtsregimes zu erreichen“, sagte Anna Kaminsky bei der Anhörung des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages am 24. November. Mehr...

Meldung vom 24.11.2014

Öffentliche Filmpremiere: „Schauprozesse: Genossen vor Gericht“

Dokumentation zur 20-jährigen Ära der kommunistischen Schauprozesse

Die Ermordung des sowjetischen Funktionärs Kirow am 1. Dezember 1934 lieferte Stalin einen Vorwand für die Entfachung des „Großen Terrors“. 80 Jahre später präsentieren die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und die Produktionsfirma Zeitzeugen TV den Dokumentarfilm „Schauprozesse – Genossen vor Gericht“, der die stalinistischen Säuberungen in der Sowjetunion und ihren Satellitenstaaten bis in die 50er-Jahre nachzeichnet. Mehr...

Meldung vom 21.11.2014

Gewalt und ihre Einhegung im 20. Jahrhundert – öffentlicher Vortrag

In ihrem Vortrag „Das Jahrhundert der Gewalt und seine Einhegung“ beschreibt Professorin Gabriele Metzler (Humboldt-Universität zu Berlin) das 20. Jahrhundert als eine Ära der Gewalt, aber auch deren Einhegung. So löste der Erste Weltkrieg eine Welle der Gewalt aus, die weite Teile Europas weit über 1918 hinaus prägte. Erst nach 1945 gelang es, die Gewalt sukzessive einzuhegen. Krieg war in Europa kein Mittel der Politik mehr. Auch innerhalb der europäischen Gesellschaften wurde Gewalt zunehmend eingedämmt. Die Erfahrung des Kalten Krieges und der Dekolonisation spielte hierfür eine maßgebliche Rolle. Mehr...

Meldung vom 20.11.2014

Menschenrechtszentrum Cottbus erhält Hohenschönhausen-Preis 2014

Bundesstiftung Aufarbeitung hatte die Initiatoren der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus vorgeschlagen

Das Menschenrechtszentrum Cottbus erhält bei der Verleihung des Hohenschönhausen-Preises 2014 am 25. November einen Sonderpreis für seine Bemühungen, das größte Gefängnis der DDR für politische Gefangene zu einer Gedenkstätte zu machen. „Wir gratulieren dem Menschenrechtszentrum Cottbus und hoffen, dass der Preis einen Beitrag dazu leisten kann, die Finanzierung der Gedenkstätte im Zuchthaus Cottbus langfristig zu sichern“, sagte die Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung, Anna Kaminsky. Mehr...