Andrea Bahr

Kurzbiographie

Andrea Bahr, 1981 in Kronach geboren, studierte von 2001 bis 2006 Politikwissenschaft und Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Sie schloss ihr Studium 2006 mit einer Diplomarbeit zum Thema „Demokratische Revolutionen in postkommunistischen Staaten – Die Revolutionen in Serbien, Georgien, der Ukraine und Kirgisien“ ab. Während ihres Studiums war sie von 2003 bis 2006 am Lehrstuhl für Neuere Geschichte II von Prof. Dr. Gregor Schöllgen als studentische Hilfskraft beschäftigt. Dort wirkte sie an mehreren Buchprojekten mit u.a. an der Berliner Edition. Darüber hinaus war sie von 2003 bis 2005 als Tutorin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Erlangen-Nürnberg tätig. Nach Abschluss ihres Studiums war sie von 2007 bis 2009 im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung im Bereich „Zentrale SPD-Organisationen“ angestellt. Seit Oktober 2009 ist sie nun als Doktorandin am Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam beschäftigt.

Kurzbeschreibung der Dissertation

Die SED im Territorium. Parteipräsenz und regionale Herrschaftspraxis

Das Dissertationsvorhaben beschäftigt sich mit der „mittleren“ Ebene des Partei- und Regierungsapparates, den Bezirks- und Kreisleitungen der SED, und ihrer Rolle als Herrschaftsinstanzen vor Ort, die den Anspruch einer umfassenden Steuerung und Kontrolle des ökonomischen und gesellschaftlichen Lebens im Territorium in die Praxis umzusetzen hatten. Sie agierten dabei zwangsläufig inmitten einer Fülle von Zwängen und gegensätzlichen Anforderungen und Interessen. Das Hauptgewicht des Dissertationsvorhabens liegt auf dem Zusammenspiel (bzw. der Auseinandersetzung) der regionalen Herrschaftsinstanzen mit den Akteuren auf übergeordneten Ebenen und innerhalb des Territoriums. Damit soll die genaue Funktion und Position der SED-Parteileitungen und –apparate im Ensemble dieser Akteure bestimmt werden. Als Fallstudie wird dabei der Bezirk Potsdam und darin der Kreis Brandenburg/Havel bearbeitet. Eingebettet ist dieses Dissertationsvorhaben in das Forschungsprojekt „SED-Geschichte zwischen Mauerbau und Mauerfall. Gesellschaftsgeschichte einer kommunistischen Staatspartei“, das vom Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena durchgeführt wird.