Angela Siebold

Kurzbiographie

Angela Siebold, 1981 in Freiburg geboren, studierte Mittlere und Neuere Geschichte, Politische Wissenschaft und Erziehungswissenschaft in Heidelberg. Ihre Magisterarbeit schrieb sie über den Wandel der offiziellen Geschichtspolitik zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Polen. 2008 war sie für den Geschichtswettbewerb der Körber-Stiftung in Hamburg tätig. Neben ihrer Dissertation arbeitet sie als Lehrbeauftragte am Historischen Seminar in Heidelberg.

Kurzbeschreibung der Dissertation

„Die Identitätskonzepte ‚Nation’ und ‚Europa’ in den Einwanderungsdebatten Polens, Frankreichs und Deutschlands nach 1989“

Die Diskussionen um Einwanderung und Staatsangehörigkeit stellten sich in den 1990er Jahren in Frankreich, Deutschland und Polen als zentrale und stark umkämpfte politische Themen heraus. Diese bewegten sich im Rahmen der Herausforderung, eine erweiterte europäische Identität zu schaffen und Fragen des nationalen Selbstverständnisses neu zu formulieren. Anhand der Zuwanderungsdebatten in Polen, Deutschland und Frankreich wird exemplarisch untersucht, in welchem Verhältnis die Narrative „Nation“ und „Europa“ in der Öffentlichkeit eines Gesamteuropas nach 1989 diskutiert wurden, welche gesellschaftlichen und politischen Funktionen sie erfüllen sollten und im Rahmen welcher räumlichen und zeitlichen Grenzziehungen sie sich bewegten.