Karl-Wilhelm-Fricke-Preis

Karl-Wilhelm-Fricke-Preis „Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal, wie es ausgeht.“

Mit diesem Satz spricht der Schriftsteller und Politiker Václav Havel nicht nur aus der Erfahrung seines eigenen Kampfes gegen die kommunistische Diktatur, sondern stellvertretend für die Vielen, die sich über Jahrzehnte weltweit gegen Diktaturen und autoritäre Herrschaft sowie für demokratische Rechte und Freiheiten eingesetzt haben.

Wenn wir heute an diese Menschen und ihren Mut erinnern, dann erinnern wir auch an den Preis, den viele für ihren Kampf zahlen mussten. Die Auseinandersetzung mit der jüngsten Vergangenheit ist damit weit mehr als historischer Selbstzweck. Die Aufarbeitung der diktatorischen Vergangenheit ist selbst ein Beitrag zur demokratischen Entwicklung in Gegenwart und Zukunft. Sie folgt damit den gleichen Zielen wie diejenigen Menschen, die sich heute an vielen Orten dafür einsetzen, ein freies und selbstbestimmtes Leben ohne staatliche oder religiöse Bevormundung führen zu können.

Der von Burkhart Veigel gespendete und von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ausgerichtete Karl-Wilhelm-Fricke-Preis will dieses Engagement sichtbar machen. Ausgezeichnet werden Einzelprojekte, Persönlichkeiten und Initiativen, die mit ihrem Engagement das Bewusstsein für Freiheit, Demokratie und Zivilcourage stärken. Dabei können die prämierten Projekte oder Werke herausragende wissenschaftliche Arbeiten, literarische oder künstlerische Werke, innovative und lebendige Bildungsprojekte, Dokumentarfilme oder journalistische Arbeiten sein.

Der Preis trägt dazu bei, die kritische Auseinandersetzung mit den kommunistischen Diktaturen zu fördern, den antitotalitären Konsens in der Gesellschaft zu stärken sowie die Demokratie und die innere Einheit Deutschlands zu festigen. Das mit der Ehrung verbundene Preisgeld soll zugleich die Fortführung der ausgezeichneten Arbeit ermöglichen.

Der erste Preisträger: Dr. h. c. Karl Wilhelm Fricke

Karl Wilhelm FrickeWie kein Zweiter hat sich der Journalist und Publizist Dr. h. c. Karl Wilhelm Fricke der Opposition und dem Widerstand gegen die kommunistische Diktatur in SBZ und DDR gewidmet. 2017 erhält er den ersten Preis der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur für sein Lebenswerk. Weitere Informationen

Der Spender: Dr. Burkhart Veigel

Burkhart VeigelDr. Burkhart Veigel verhalf in den 1960er Jahren als Fluchthelfer in der Zeit nach dem Bau der Berliner Mauer Hunderten Menschen zur Freiheit. Für den Karl-Wilhelm-Fricke-Preis der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur hat er sein Privatvermögen zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen

Die erste Preisverleihung am 15. Juni 2017

Karl-Wilhelm-Fricke-Preis Am 15. Juni 2017 wurde Dr. h. c. Karl Wilhelm Fricke mit dem ersten Preis der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur für herausragendes Engagement für Freiheit, Demokratie und Zivilcourage ausgezeichnet. Weitere Informationen