Ausstellungen

  • Gulag. Spuren und Zeugnisse 1929-1956
    Die Ausstellung präsentiert Spuren und Zeugnisse des sowjetischen Lagersystems, die die Menschenrechtsorganisation "Memorial" seit den 1980er Jahren aus der gesamten ehemaligen Sowjetunion zusammengetragen hat.

    In einem ersten Teil der Ausstellung wird die Entstehung des sowjetischen Lagersystems unter den Bedingungen eines radikalen Gesellschaftsumbaus nach der Oktoberrevolution von 1917 erklärt. Danach werden die Stationen auf dem Weg ins Lager – Inhaftierung, Verhöre und der Transport – erläutert. Die Stimmen von Zeitzeugen und die Biografien ehemaliger Häftlinge geben einen Einblick in die bestimmenden Faktoren des Lagerlebens: Zwangsarbeit, die Beschaffenheit der Häftlingsgesellschaft, Hunger, Krankheiten, Sterben und Tod. Objekte aus dem Bestand von "Memorial" lassen den Lageralltag der Häftlinge gegenständlich werden: etwa ein selbstgenähtes Brotsäckchen, ein zerschlissenes Kleid oder eine metallene Totenmarke. Ein weiterer Teil der Ausstellung behandelt die Auflösung des Lagersystems nach Stalins Tod, den Umgang mit dem Thema Gulag in der heutigen Gesellschaft Russlands und die Arbeit der Menschenrechtsorganisation "Memorial".

    Die Austellung "Gulag. Spuren und Zeugnisse 1929-1956" wurde von der Menschenrechtsorganisation "Memorial", Moskau und der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora realisiert.

    Bisherige Stationen der Ausstellung: Schloss Neuhardenberg, Schiller Museum Weimar, Deutsches Historisches Museum (Berlin), Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Marstall Schwerin

    Offizielle Webseite der Ausstellung: www.ausstellung-gulag.org

  • "Ich kam als Gast in euer Land gereist ...". Deutsche Hitlergegner als Opfer des Stalinterrors. Familienschicksale 1933-1956
    Die zweisprachige (deutsch, russisch) Wanderausstellung dokumentiert Familiengeschichten meist unbekannter Deutscher – Facharbeiter, Architekten, Mediziner, Künstler, Journalisten, Polit-Emigranten (Frauen inbegriffen) – die um 1933 als Arbeitssuchende oder politisch Verfolgte in die Sowjetunion kamen. Dort fielen sie ab 1936 dem staatlichen Terror unter Stalin zum Opfer. Ob in Straflager deportiert, vom NKWD ermordet, unter Zwang in Kinderheime gebracht oder auf lange Jahre nach Sibirien und Kasachstan verbannt – die Familienschicksale gleichen mehrfach zerrissenen Lebenslinien.

    Die aus 25 Roll-Ups bestehende Ausstellung wurde von Angehörigen der Opfer und Historiker/innen des "Arbeitskreises Sowjetexil" erarbeitet, mit Mitteln der Rosa-Luxemburg-Stiftung Gesellschaftsanalyse und Politische Bildung e.V. gefördert und durch die Gedenkstätte Deutscher Widerstand unterstützt.
    Konzeption, Projektleitung, Koordination: Dr. Inge Münz-Koenen, Dr. Wladislaw Hedeler und Anja Schindler.

    Aktuelle Station der Ausstellung: Rosa-Luxemburg-Stiftung (ab 23. Juni 2014). Bis Ende 2014 wandert sie von Berlin aus nach Kiel, Mainz und Mannheim/Ludwigshafen.
    Bisherige Stationen der Ausstellung: National: Berlin, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, NRW. International: Moskau, St. Petersburg, Nowosibirsk, Karaganda, Brüssel, Paris.

  • Von Potsdam nach Workuta
    Im ehemaligen KGB-Gefängnis in der Leistikowstraße 1 in Potsdam wurde im Jahr 2000 die Ausstellung "Von Potsdam nach Workuta" eröffnet, die dort bis 2006 zu sehen war. Die Ausstellung präsentierte erste Erkenntnisse über die Geschichte des Hauses und zahlreiche Biografien ehemaliger Häftlinge. Interviews, Aufzeichnungen und Dokumente ehemaliger deutscher und sowjetischer Gefangener zeigen auf, wie die Verhaftung, Verurteilung und Verlegung in unterschiedliche Straflager ablief. Die Ausstellung wurde von Memorial Deutschland e.V. realisiert, deren Inhalte über die Internetseite www.von-potsdam-nach-workuta.de weiterhin zugänglich sind.

  • Revelations from the Russian Archives
    Eine Ausstellung der Library of Congress, Washington DC, aus dem Jahr 1992, mit Dokumenten zur Geschichte des Gulag und politischer Repression. Allgemeine Informationen zur Ausstellung gibt es unter www.loc.gov/exhibits/archives . Außerdem können die Inhalte der Ausstellung (Original-Dokumente, Abschriften, Fotografien und erläuternde Texte) in diesem PDF-Dokument online nachgelesen werden.

Gulag