Bestand Uwe Gerig

Seit 2002 verwahrt das Stiftungsarchiv etwa 9.000 Fotos von Uwe Gerig, der u.a. als freischaffender Fotograf für die DDR-Zeitschrift Neue Berliner Illustrierte (NBI) tätig gewesen ist. Seine Bilder zeigen DDR-Alltagsszenen und nach seiner Flucht 1983 auch die innerdeutsche Grenze und den Mauerfall.

Biografisches

Uwe Gerig wurde 1940 geboren. Nach einer Ausbildung zum Diplom-Journalisten arbeitete er zunächst als Bildreporter für die Erfurter SED-Bezirkszeitung „Das Volk“. Aufgrund einer abfälligen Bemerkung über Gerhart Eisler, den kurz zuvor verstorbenen Vorsitzenden des staatlichen Rundfunkkomitees, wurde er 1968 aus dem Journalistenverband ausgeschlossen. Danach arbeitete Uwe Gerig als freischaffender Fotograf u.a. für die NBI. 1983 gelang ihm zusammen mit seiner Frau während einer Jugoslawienreise die Flucht in die Bundesrepublik Deutschland.

Fotos

Die für die NBI entstandenen Bilder Uwe Gerigs zeigen den DDR-Alltag (vorrangig der südlichen Bezirke) in seinen Facetten. Des Weiteren umfasst der Bestand Fotos von der innerdeutschen Grenze zur Mitte der 1980er Jahre sowie Bilder von der Öffnung der innerdeutschen Grenze 1989/90.