Bildkünstlerische Vor- und Nachlässe

Kunst lebt von Kreativität und der Freiheit des Geistes. Deshalb überrascht es nicht, dass sich unter den DDR-Oppositionellen zahlreiche Künstler finden. Darunter waren nicht nur Literaten oder Vertreter der darstellenden Kunst, sondern auch bildende Künstler.

Manchmal bedurfte es nur wenig, um nicht (mehr) ausstellen zu dürfen und in den Fokus der Staatssicherheit zu geraten. Von dort bis in die Untersuchungshaft bzw. das Gefängnis war es ein kurzer Weg. Die SED fürchtete nicht nur das Wort, sondern auch den Pinsel und die Zeichenkohle.

Die Künstler setzten sich in ihren Werken häufig mit dem auseinander, was ihnen persönlich widerfahren ist – wie im Falle von Wilhelm Sprick und Detlev Putzar. Beide verarbeiteten ihre Erfahrungen, die sie in den Speziallagern und Gefängnissen der SBZ/DDR gemacht haben, in Zeichnungen, Skizzen oder Aquarellen. Andere wiederum verweigerten sich der staatlichen Kunstdoktrin und beschäftigten sich mit unerwünschten Themen und Gestaltungsformen wie beispielsweise Roger Loewig, dessen bildkünstlerischer Nachlass im Stiftungsarchiv mehr als 3.000 Werke umfasst.

Zeichnung von Roger Loewig
Zeichnung von Roger Loewig
Zeichnung von Detlev Putzar
Zeichnung von Detlev Putzar
Zeichnung von Wilhelm Sprick
Zeichnung von Wilhelm Sprick