Literatur zum Prager Frühling

1968 in Osteuropa
György Dalos, 2018
In der westlichen Welt stand das Jahr 1968 im Zeichen von Vietnamkrieg, sozialen Bewegungen und Studentenunruhen. Parallel dazu erlebte das sowjetisch dominierte Osteuropa seine ernsthafteste Krise seit 1956. György Dalos skizziert in seinem Buch die Ereignisse des Jahres 1968 in ihrer Komplexität und in dem Kontext der internationalen Beziehungen.
Erhältlich im Onlineshop

Gerbergasse 18: „1968“, Ausgabe 1/2018
Die Ausgabe der Zeitschrift „Gerbergasse 18“ konzentriert sich auf das Jahr 1968. Im Mittelpunkt stand für viele Zeitzeugen der Prager Frühling in der Tschechoslowakei. Doch der gesellschaftliche Aufbruch ohne Zensur und Repression dauerte nur wenige Monate. Mit Interviews, Zeitzeugenberichten und Analysen erinnert die Zeitschrift an diese Ereignisse.
Gefördert von der Bundesstiftung Aufarbeitung.
Erhältlich bei der Geschichtswerkstatt Jena

Panzer gegen Hoffnungen
Herausgegeben von Lernen aus der Geschichte (LaG), Ausgabe (3/18)
Die Zeitschrift greift in dieser Ausgabe die Ereignisse des Prager Frühlings in der ĈSSR auf. Autoren wie Dieter Segert und Ilko-Sascha Kowalczuk schreiben über die Ereignisse des Prager Frühlings und darüber, welche Auswirkungen diese auf die Tschechoslowakei, aber auch in der DDR hatten.
Gefördert von der Bundesstiftung Aufarbeitung
Zur Ausgabe

Der Panzer zielte auf Kafka
von Heinrich Böll, 2018
Am 20. August 1968 reiste Heinrich Böll für einige Tage nach Prag und erlebte, wie der Traum vom »Sozialismus mit menschlichem Antlitz« zerschlagen wurde. Der Widerstand der Prager beeindruckte ihn zutiefst. Als er abreiste, versprach er seinen tschechischen Schriftstellerkollegen, über das, was er gesehen hatte, zu berichten. Dieses Buch versammelt Zeugnisse seines Engagements: Interviews, essayistische Stellungnahmen sowie Tagebuchaufzeichnungen, Briefe und Notizen Bölls, ergänzt mit Fotografien René Bölls sowie Erinnerungsstücke aus den Prager Tagen.
Erhältlich bei Kiepenheuer & Witsch

Der Prager Frühling: Aufbruch in eine neue Welt
von Martin Schulze Wessel, 2018
Der Osteuropahistoriker Martin Schulze Wessel veranschaulicht die Prager Reformbewegung um Alexander Dubček als Versuch, die Annäherung zwischen sowjetischem System und westlicher Gesellschaftsform in der Mitte Europas zu realisieren.
Erhältlich bei Reclam

Der Prager Frühling und der Westen
von Birgit Hofmann, 2015
In der Nacht des 20. August 1968 erschütterte die Nachricht vom Truppeneinmarsch in Prag die Weltöffentlichkeit. Man fürchtete ein Übergreifen der Krise. Westdeutschland wurde beschuldigt, die Intervention provoziert zu haben.
Birgit Hofmann untersucht die Rolle des Westens während des Prager Frühlings. Am Beispiel Frankreichs und der Bundesrepublik zeigt sie, wie interne Spannungen eine gemeinsame Position gegenüber der UdSSR verhinderten.
Erhältlich beim Wallstein Verlag

Polen und der Prager Frühling 1968
von Daniel Limberger, 2011
Wie reagierte die polnische Gesellschaft auf den Prager Frühling und dessen Niederschlagung 1968? Wie verbreitet waren Widerstand oder Konformität? Das Buch schildert Kontext, Vorgeschichte und Nachspiel, die Reaktionen der polnischen Gesellschaft auf den Prager Frühling und dessen Ende.
Erhältlich bei Peter Lang

Der Prager Frühling und die deutsche Presse
von Kathrin Heuking, 2008
Die Intervention im August 1968 beherrschte für einige Wochen die aktuelle Berichterstattung in Deutschland. Zuvor hatte der „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ das Interesse der westdeutschen Medien geweckt. Kathrin Heuking untersucht Leitmedien der westdeutschen und der DDR-Presse und stellt heraus, welche Themen die Berichterstattung über Geschehnisse in der ČSSR beherrschten.
Erhältlich bei Schuler

Prager Frühling – Das internationale Krisenjahr 1968
Herausgegeben von Stefan Karner, Natalja Georgievna Tomilina, Alexander Tschubarjan, Günter Bischof, Viktor Vladimirovich Ishchenko, Michail J. Prozumenscikov, Peter Ruggenthaler, Oldrich Tuma und Manfred Wilke.
Wien, 2008
Erhältlich beim Böhlau Verlag

Der Prager Frühling 1968
von Reinhard Veser, herausgegeben von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, 2007.
Zwischen den Aufständen 1953 in der DDR, 1956 in Ungarn, 1980 in Polen und dem Prager Frühling 1968 gibt es Unterschiede. So verlief in der Tschechoslowakei die Konfliktlinie nicht zwischen Staatspartei und Bevölkerung, sondern zwischen Invasoren auf der einen Seite und der reformwilligen kommunistischen Partei und der Bevölkerung auf der anderen Seite. Reinhard Veser stellt diese Besonderheit der tschechoslowakischen innerkommunistischen Reformbewegung heraus.
Download bei der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen

Mauer, Jeans und Prager Frühling
von Bernd-Lutz Lange, 2006
„Nach dem Bau der Mauer saßen wir in der Falle, ein ganzes Land hatte Stubenarrest." – der Kabarettist Bernd-Lutz Lange erzählt vom DDR-Alltag in den 1960er Jahren: von „Butternummern“, geschmuggelten Westschallplatten und gescheiterten Hoffnungen.
Erhältlich beim Aubau Verlag

Aus dem Tagebuch eines Konterrevolutionärs
von Pavel Kohout, 1969
Pavel Kohout wurde 1928 in Prag geboren. 1946 trat er in die Kommunistische Partei der Tschechoslowakei ein, 1969 wurde er ausgeschlossen. Gemeinsam mit Václav Havel verfasste er das Gründungsdokument der Bürgerbewegung „Charta 77“. In seinem Buch führt er die Leser durch die Ereignisse der Tschechoslowakei in den Jahren 1945 und 1968/69.
Erhältlich bei pavel-kohout.com