Christina Morina

Kurzbiographie

Christina MorinaChristina Morina, geb. 1976 in Frankfurt/O, studierte Geschichte, Politik und Journalistik in Leipzig, Ohio und Maryland. In ihrer Magisterarbeit beschäftigte sie sich mit der Reintegration von Rußlandheimkehrern in die DDR, 1945-1956. Seit 2002 ist sie PhD-Studentin an der University of Maryland und hat sich dort auf die Schwerpunkte europäische Geistesgeschichte sowie deutsche Nachkriegsgeschichte spezialisiert. Sie lebt und arbeitet inzwischen in Jena.

E-Mail an Christina Morina

Kurzbeschreibung der Dissertation

Vermächtnis und Gedächtnis Stalingrad: Erinnerung, Aufarbeitung und Darstellung des Krieges an der Ostfront in der politischen Kultur in Deutschland 1943-2003

Das verbrecherische Erbe des NS-Regimes inspirierte im geteilten Nachkriegsdeutschland zwei verschiedene – ja antithetische – und die politische Kultur jeweils prägende offizielle Erinnerungen. Die Dissertation untersucht Genese und Wandlung der Erinnerung(en) an den Krieg gegen die Sowjetunion wie sie sich in politischen, gesellschaftlichen und akademischen Diskursen manifestierten und im wiedervereinigten Deutschland fortsetzen. Die Schlacht von Stalingrad ist Ausgangspunkt für diese Untersuchung, da sie in Ost und West das “sinnlose” Massensterben in der Niederlage symbolisierte. Wann, wie und durch wen wurde vor diesem Hintergrund der Trauer um die “eigenen Opfer” nach dem verbrecherischen Charakter des “Unternehmen Barbarossa” gefragt?