Zwei Personen schauen durch VR-Brillen
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In unserem Projekt, das als Kooperationsprojekt der Professur Didaktik der Gesellschaftswissenschaften der RWTH Aachen und der Professur für Politikdidaktik und Politische Bildung der Stiftung Universität Hildesheim konzipiert ist, werden gesellschaftswissenschaftliche Lehr-Lern-Labore in Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen – und somit außerhalb des Gebietes der ehemaligen DDR – errichtet. In diesen können sowohl angehende Lehrkräfte als auch Schüler:innen der DDR forschend-entdeckend begegnen. Dafür entwickeln und gestalten sie gemeinsam mit Didaktiker:innen digitale Formate, die sodann von ihnen erprobt werden. Für die Konzeption dieser Labore ist ein aus der Gedenkstätten-Rhetorik abgeleiteter Dreischritt leitend: Neben dem Ausgangspunkt der Erforschung an einem Ort (Aachen: Gedenkstätten-Didaktik) soll die Beschäftigung mit diesem Ort durch Zeitzeugenerfahrungen (Hildesheim: autobiografisch-narrative Interviews) intensiviert werden, was schließlich zur Reflexion eigener Werte und Handlungen seitens der Nuzter:innen dieser Labore führen soll. Aufgrund der geografischen Ferne zur ehemaligen DDR wird dies digital umgesetzt. Hierzu werden zunächst mit VR-Technik historische Orte möglichst unverändert aufgenommen und sodann autobiografisch-narrative Interviews geführt. Beide untersuchen Lernende sodann mit Hilfe von Expert:innen (erst Forschende, später die ausgebildeten Studierenden und Lehrkräfte) und hierfür zur Verfügung gestellter Software. Die so entwickelten digitalen Lernformate werden schließlich erprobt und evaluiert, um deren Konzeption ggf. auf der Grundlage der Evaluationsergebnisse überarbeiten zu können.