Altarraum der Heilig-Kreuz-Kapelle um 1966
© H. Spelda

Wie war das Verhältnis der SED-Politik zum Protestantismus? Was passierte in der Garnisonkirche und der Heilig-Kreuz-Gemeinde in Potsdam zwischen 1949 und 1990? Wir wollen Jugendlichen verständlich machen, wie die SED ihren Geltungsanspruch gegenüber der evangelischen Kirche und den Gläubigen durchzusetzen versuchte, aber auch auf welche Grenzen die kommunistische Diktatur stieß. Die Auseinandersetzung mit exemplarischen Lebensgeschichten soll helfen, die staatlichen Einwirkungsversuche kennenzulernen, die Handlungsspielräume und Strategien von Gläubigen in der DDR nachzuvollziehen und auch eigenes Handeln zu hinterfragen. Das kritisch-reflexive Geschichtsbewusstsein und das Demokratieverständnis bei jungen Menschen werden gestärkt. In Workshops erstellen sie digitale Biografie-Karten, die für multimediale E-Learning-Kurse, ein Kartenspiel mit Peer-Education-Ansatz und eine Online-Ausstellung im wiedererrichteten Turm der Garnisonkirche Potsdam genutzt werden. Wissen, Erfahrungen und Methoden multiplizieren sich und wirken, auch dank eines Kooperationsnetzwerkes aus Aufarbeitungsinitiativen und Trägern der Bildungs-, Jugend- und Kulturarbeit, nachhaltig über das Projekt hinaus.

Weiterführende Information:

Website des Projektträgers: www.garnisonkirche-potsdam.de

Projektpartner sind:

  • Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße
  • Schwarzkopfstiftung Junges Europa
  • Evangelische Berufsschularbeit / Jugendbildungsstätte Haus Kreisau
  • EKBO-Beauftragte für Erinnerungskultur, Evangelische Kirche in Potsdam
  • Schulberaterin in der BUS-Agentur des Staatlichen Schulamtes Brandenburg a.H. / Fachkompetenz Geschichte, Humboldt-Gymnasium Potsdam, Verband der Geschichtslehrerinnen und -lehrer e.V. Landesverband Brandenburg