Welche Projekte werden gefördert?

Promotionsvorhaben, die sich den Ursachen oder den Folgen der Diktatur in SBZ und DDR widmen. Ausdrücklich begrüßt werden Vorhaben, die die Zeit der Teilung in gesamtdeutscher Perspektive ausleuchten oder die ostdeutsche Nachkriegsentwicklung in der europäischen Geschichte und dabei insbesondere in der Geschichte des Ostblocks verorten. Unterstützt werden können auch Dissertationen zur Geschichte des deutschen oder internationalen Kommunismus, die zum Beispiel einen Bogen von den 1920er Jahren bis in die Nachkriegszeit schlagen und die dazu geeignet sind, politische, institutionelle und/oder biographische Kontinuitätslinien aufzuzeigen. Wir wollen angehende Doktoranden dazu anregen, sich verstärkt mit den Folgen der Diktaturen in SBZ und DDR sowie in Ostmitteleuropa zu befassen und dabei die Transformationsgeschichte in den Blick zu nehmen. Stipendiaten könnten auch die Zäsur von 1989/90 in ihren Forschungen überschreiten und die späten 1980er-Jahre zum Ausgangspunkt ihrer Fragen an die Entwicklung seit 1990 nehmen.

Wie hoch ist die Förderung?

Die Höhe der Stipendiensätze und Zuschläge richtet sich nach den Fördersätzen der dem Bundesministerium für Bildung und Forschung angeschlossenen Förderwerke (derzeit 1.350,- Euro monatlich für Promovierende). Stipendien werden zunächst für ein Jahr vergeben. Sie können jedoch durch ein formloses Anschreiben zwei Mal verlängert werden, die maximale Förderdauer sind drei Jahre.

Wer kann sich bewerben?

Hochschulabsolventinnen und –absolventen aller in Frage kommenden Fachgebiete. Der Antrag und die Dissertation müssen in deutscher Sprache verfasst werden. Doktoranden und Doktorandinnen aus dem Ausland müssen außerdem eine Bestätigung von einer inländischen Einrichtung einreichen, die ihre fachliche Betreuung zusichert.

Wer entscheidet über die Vergabe der Stipendien?

Über die Vergabe der Stipendien entscheidet der Stiftungsvorstand auf Grundlage der Empfehlungen des Fachbeirates Wissenschaft der Bundesstiftung Aufarbeitung. Auch die eingeholten Gutachten dienen der Entscheidungsfindung. Wichtig sind die wissenschaftliche Bedeutung und Originalität des Vorhabens, die Qualifikation des Antragstellers sowie die Anlage und Schlüssigkeit des Arbeitsplans. Auch die plausible Begrenzung der Thematik, eine angemessene Methodenwahl, die Berücksichtigung des Forschungsstandes, die Darlegung der Quellengrundlage und die Durchführbarkeit des Vorhabens in der vorgesehenen Zeit spielen eine wesentliche Rolle.

Antragsfrist

Bewerbungen für ein Stipendium können bis zum 15. Januar und zum 15. Juli eines jeden Jahres eingereicht werden. Über die Vergabe wird in aller Regel innerhalb von drei Monaten nach Antragsschluss entschieden. Das Stipendium sollte nach der Vergabe möglichst zeitnah, spätestens jedoch innerhalb eines halben Jahres aufgenommen werden.

Antragstellung
  1. Exposé des Forschungsvorhabens (max. 27.500 Zeichen inkl. Leerzeichen), dieses soll enthalten:
  • Titel und Thema der angestrebten Dissertation
  • Zusammenfassung des Forschungsvorhabens (2.000 Zeichen inkl. Leerzeichen; maximal +/- 200 Zeichen)
  • Forschungsstand zum Thema
  • Forschungskonzeption, Forschungsfrage und ggf. eigene Vorarbeiten für das beantragte Vorhaben
  • Untersuchungsmethode(n) sowie Quellengrundlage(n)
  • vorläufige Gliederung der Arbeit
  • Arbeitsprogramm bzw. Zeitplan
  • falls Sie im Rahmen Ihres Forschungsvorhabens Einsicht in Stasi-Unterlagen nehmen müssen, die Kopie der Eingangsbestätigung Ihres Antrages auf Akteneinsicht bei der  Bundeszentrale für die Stasiakten
  1. die Annahme als Doktorand/in an einer Hochschule oder die schriftliche Zusicherung eines promotionsberechtigten Hochschullehrers/einer promotionsberechtigten Hochschullehrerin (Hochschulbestätigung), dass diese/r Ihr Promotionsvorhaben betreuen wird und keine Hürden für die Annahme als Doktorand/in seitens der Fakultät zu erwarten sind.
  2. ein Gutachten des Betreuers/der Betreuerin zur angestrebten Dissertation. Dieses Gutachten ist den Unterlagen in einem verschlossenen Umschlag beizufügen. Das Gutachten bitte nicht einzeln an die Stiftung übermitteln und nicht als PDF auf einen Datenträger speichern.
  3. Lebenslauf und Passbild
  4. Zeugniskopien (Master, Bachelor, Diplom, Magister, Abitur)
  5. Gutachten zur Magister-, Master- oder Diplomarbeit
  6. Ein formloses und von Ihnen unterschriebenes Antragsschreiben

Wir berücksichtigen ausschließlich Anträge, die fristgerecht und vollständig bei uns eingegangen sind. Die Anträge müssen bis zur jeweiligen Antragsfrist bei uns vorliegen. Ein Poststempel als Nachweis genügt nicht.

Der Antrag muss in Papierform (nicht geklammert, ohne Mappen und Hüllen) und auf einem Datenträger (USB-Stick/CD) eingereicht werden.

Auf den Datenträger sind fünf einzelne PDF-Dateien zu speichern. Die Dokumente bitte nicht abfotografieren, sondern einscannen und wie folgt benennen und gliedern:

  1. [Ihr Nachname] Bewerbungsbogen.pdf
  2. [Ihr Nachname] Expose.pdf
  3. [Ihr Nachname] Hochschulbestätigung.pdf
  4. [Ihr Nachname] Lebenslauf.pdf
  5. [Ihr Nachname] Zeugnisse.pdf (inkl. Gutachten der Magister, Master, Diplomarbeit)

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