Daniel R. Bonenkamp, geb. 1987 in Escandon/Mexiko, studierte von 2013-2020 Geschichte und Philosophie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Neben Praktika am Institut für Zeitgeschichte sowie am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr war er zudem als studentische Hilfskraft am Exzellenzcluster der Universität tätig. Seine Promotion wird seit 2020 von Prof. Dr. Isabel Heinemann (Universität Münster) betreut.

„Die Genossen muß man auch erziehen, daß sie die Gleichberechtigung der Frau begreifen.“ Eine geschlechterhistorische Untersuchung zum Ministerium für Staatssicherheit (AT).

Die ostdeutsche Staatssicherheit (MfS) stand als „Schild und Schwert“ der SED symbolisch für die deutsche Teilung, den Unterdrückungsapparat der Partei und für einen totalitären Staat. Und sie war eine Männerdomäne. Die historische Aufarbeitung hat der Rolle der Frau innerhalb des MfS bislang kaum entsprechende Aufmerksamkeit zuteilwerden lassen. Beim vorliegenden Promotionsprojekt stehen daher zwei Ziele im Mittelpunkt: Zum einen fragt die Studie nach der Produktion von Ungleichheit entlang der Kategorie Geschlecht durch den überwiegenden Einsatz von Frauen im subalternen Dienstleistungssektor des Geheimdienstes. Zum anderen untersucht sie deren Handlungsmacht innerhalb des MfS als Täterinnen und zugleich als Opfer von Diskriminierung.

Beschreibung des Dissertationsthemas von Daniel R. Bonenkamp