Felix Schneider, 1993 in Olpe geboren, studierte seit 2013 Politikwissenschaft und Geschichte in Halle. Ab 2016 war er studentische Hilfskraft an der Professur für Zeitgeschichte der Martin-Luther-Universität Halle. 2020 schloss er sein Masterstudium mit einer Arbeit über die Rückkehr der ehemaligen Gutsbesitzer und ihrer Nachkommen nach Sachsen-Anhalt ab. Seit 2020 promoviert er dort bei Prof. Dr. Patrick Wagner zur Polizeigeschichte in Ost und West.

Mit dem Aufbau rechtsstaatlicher Strukturen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR wurden zehntausende Volkspolizisten in den Dienst der neu gegründeten Bundesländer übernommen. Wie ihre zukünftigen Vorgesetzten und Kollegen brachten sie ihre Erfahrungen, Gewissheiten und Fähigkeiten mit. Besonders im Umgang mit Menschenansammlungen offenbarten sich konfliktreiche und öffentlichkeitswirksame Gegensätze der „geteilten“ Polizeiarbeit. Das Dissertationsvorhaben möchte deshalb die Geschichte der Polizei in Ost- und Westdeutschland mit einem Fokus auf Praxis, Ausbildung und Debatten rund um dieses Feld der Polizeiarbeit in den 1980er Jahren vergleichend untersuchen und mit der „wiedervereinigten“ Polizeigeschichte der 1990er Jahre verknüpfen.

Beschreibung des Dissertationsthemas von Felix Schneider