Kerstin Lorenz, 1981 geboren, studierte Politikwissenschaft und Neuere/Neueste Geschichte an der TU Dresden und schloss ihr Studium mit der Magisterarbeit zum "Gedenkstättenstreit in Sachsen" ab. Zur Promotion 2009 an die Universität Potsdam gewechselt, begleitet sie die Thematik Erinnerungskultur neben dem Dissertationsthema auch in ihrem Engagement für die Gedenkstätte Lindenstraße, Potsdam. E-Mail an Kerstin Lorenz

In ‘Erinnerungsopposition‘ zum Antifaschismus – Christlich-jüdische Arbeitsgemeinschaften in der DDR Angesichts der Shoah hinterfragte die Evangelische Kirche nach 1945 ihr Verhältnis zum Judentum. In der DDR bemühten sich christlich-jüdische Arbeitsgemeinschaften um Begegnung und Dialog mit Juden. Ihre Arbeit kompensierte gleichermaßen weiße Flecken in der gesellschaftlichen Aufarbeitung. Damit unterliefen sie die staatliche Geschichtspolitik der SED und avancierten in den 80er Jahren zum eigenständigen Akteur in der DDR-Erinnerungskultur. Das Forschungsvorhaben will die Sozialgeschichte dieser ‘Erinnerungsopposition‘ untersuchen.

Beschreibung des Dissertationsthemas von Kerstin Lorenz

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