Die DDR im Jahr 1990
Udo Grashoff
Das letzte Jahr der DDR währte nur neun Monate und zwei Tage. Nachdem die SED-Diktatur durch die Friedliche Revolution in ihrem Kern erschüttert wurde, vollzog sich nun in rasantem Tempo die Umwandlung in eine Demokratie und eine Marktwirtschaft. Während der letzten Monate der DDR wurden kühne, weitreichende Entscheidungen getroffen, wie die Einführung der Währungsunion, die Regelungen zu Rückgabe von enteignetem Besitz oder die Verankerung des Auskunftsrechts für Opfer der Staatssicherheit. Damit wurden die Weichen gestellt für das Zusammenwachsen der beiden deutschen Staaten. Am 3. Oktober 1990 hörte die DDR auf zu existieren.
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Im Angleichungsprozess ging die Handlungshoheit oft an westdeutsche Politiker über, denn es gab ja das „Erfolgsmodell“ Bundesrepublik. Es wäre indes einseitig, die Ostdeutschen als tragische Helden anzusehen, die sich aus Mangel an Erfahrung und Selbstbewusstsein in die Rolle passiver Objekte manövriert haben. Zum einen gab es Tendenzen gesellschaftlicher Demokratisierung bis weit ins Jahr 1990 hinein. Zum anderen war der Warteraum DDR im Jahr 1990 auch ein buntes Experimentierfeld, das ungeahnte Chancen für kreative Freigeister bot.

Typ
Broschüre
Preis
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Thema
Friedliche Revolution
#RevolutionTransformation