Cover des Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2021
Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2021
Spielen im Staatssozialismus. Zwischen Sozialdisziplinierung und Vergnügen
Metropol Verlag Berlin, 336 Seiten, 56 Abb., 29,00 €
Angesiedelt zwischen Unterhaltung und sozialer Disziplinierung, werden Spiele und das Spielen selbst im Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2021 als Sonden zur Untersuchung der staatssozialistischen Gesellschaften herangezogen. Im Spannungsfeld von politischer Steuerung, Mangelwirtschaft und vergnüglichem Kräftemessen erweist sich das Spielen als Instrument der »Erziehungsdiktatur« ebenso wie als Möglichkeit, im kreativen »Probehandeln« Grenzen auszuhandeln und zu überschreiten.
Das Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2021 erscheint am 15. März.
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INHALT

 

SPIELEN IM STAATSSOZIALISMUS. ZWISCHEN SOZIALDISZIPLINIERUNG UND VERGNÜGEN

 

Spiel, Spielen und Spieltheorie. Neue Perspektiven auf den Staatssozialismus

Juliane Brauer/Maren Röger/Sabine Stach • Spielen im Staatssozialismus. Zwischen Sozialdisziplinierung und Vergnügen – Einführung

Juliane Brauer / Maren Röger / Sabine Stach

Thomas Lindenberger • Gesellschaft spielen? Überlegungen zu Kontingenz und Herrschaftspraxis im real existierenden Sozialismus der DDR

Thomas Lindenberger

 

NEUE SPIELE, NEUE MENSCHEN? KONZEPTIONEN, MECHANIKEN UND PRAKTIKEN

Juliane Brauer • Spielend erziehen. Das sozialistische Spiel in der Pionierorganisation der DDR zwischen Erziehung und Vergnügen

Juliane Brauer

Alexandra Evdokimova • Das sowjetische Militärsportspiel »Zarnitsa« zwischen staatlichem und kindlichem Interesse

Alexandra Evdokimova

Cathleen M. Giustino • Kindergartenlektionen aus Osteuropa. Spiel und Nachahmung in der sozialistischen Tschechoslowakei und der Sowjetunion

Cathleen M. Giustino

Mario Bianchini • »Durch das Spiel zum Wissen«. Computerspielzeug als »real existierende Utopie« in der Deutschen Demokratischen Republik

Mario Bianchini

Maren Röger • Kartonierte Möglichkeitsräume. Welten und Grenzen sozialistischer Brettspiele

Maren Röger

 

SPIELPLÄTZE UND SPIELZEUGE. INFRASTRUKTUREN, VERFÜGBARKEIT, SPIELGEMEINSCHAFTEN

Daniel Böhme • Die Spielzeugproduktion in den Kalischer Kunststoffbetrieben im Polen der Nachkriegszeit zwischen Plan- und Marktwirtschaft

Daniel Böhme

Sabine Stach • Skat in der DDR. Zwischen Glücksspiel, Sport und deutscher Einheit

Sabine Stach

Kai Reinhart • Spiel und Sport. Skateboarden im sozialistischen Dresden

Kai Reinhart

Nikita Lomakin • Spielen im Untergrund. Handgefertigte Brettspiele in der späten Sowjetunion

Nikita Lomakin

Martin Thiele-Schwez • Handgefertigte Gesellschaftsspiele in der DDR. Zwischen Bastlerkultur und politischer Subversion

Martin Thiele-Schwez

Christin Lumme • Deutsch-deutsche Spieleproduktion und –archivierung

Christin Lumme

 

NEXT LEVEL. COMPUTERSPIELEN UND TECHNISCHER FORTSCHRITT IN DEN

1980ER-JAHREN

Angela Schwarz • »Tor in eine komplett neue Welt«? Computerspiele(n) in der DDR – eine Annäherung

Angela Schwarz

Gleb J. Albert • Antikommunismus als Bindeglied. Computerspiel-Piraten auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs am Ende des Kalten Krieges

Gleb J. Albert

Jaroslav Švelch • Subversion hinter dem Schutzschild des Fortschritts. Spielen und Schreiben von Computerspielen in den Computerclubs der kommunistischen Tschechoslowakei

Jaroslav Švelch

Patryk Wasiak • Die Debatte über den erzieherischen Wert von Computerspielen und die Ideologie des technologischen Fortschritts im sozialistischen Polen

Patryk Wasiak

Sebastian Möring • Die paradoxen Spiele der Computerspielkulturen in Ost und West

Sebastian Möring

 

NACHRUF

In memoriam Gerda Weber (1923 – 2021)

Typ
Buch
Datum
2021
Preis
29,00€
Thema
Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung
Nur im Buchhandel erhältlich