Zur Person

Bernd Blumrich ist Dokumentarfotograf und Fotografenmeister. Er ist 1950 in Wilhelmshorst bei Potsdam geboren. Nach dem Abitur absolvierte eine Gärtnerlehre. Von 1971 bis 1975 studierte er in Berlin „Wissenschaftliches Bibliothekswesen und Wissenschaftliche Literaturinformation und -dokumentation“ und schloss das Studium als Dokumentalist ab. Seit 1975 ist er als freischaffender Fotograf tätig und dokumentiert seither vor allem Potsdam und Umgebung – mit einem besonderen Schwerpunkt auf Kleinmachnow. Blumrich ist insbesondere für seine Fotografien der Friedlichen Revolution 1989/90 bekannt, die unter anderem 2007 im Buch „Linienuntreue: Potsdam, Kleinmachnow und Teltow von 1989 bis 1990“ veröffentlicht wurden.

Zum Fotobestand

Die Bundesstiftung Aufarbeitung übernahm 2022 den fotografischen Bestand von Bernd Blumrich mit rund 10.000 Motiven als Negativ und Digitalisat. Die Aufnahmen entstanden seit den 1970er Jahren und dokumentieren den Wandel in Potsdam und Umgebung von der späten DDR bis in die Transformationszeit nach 1989. Im Mittelpunkt steht die lokale Perspektive auf gesellschaftliche und politische Veränderungen, die abseits der großen Zentren einen eigenständigen Blick auf den Umbruch ermöglicht. Besonders hervorzuheben sind Blumrichs Fotografien der Friedlichen Revolution 1989/90, die Demonstrationen und Alltagsleben im südwestlichen Berliner Umland zeigen.