Dirk Krüll (*1958 in Düsseldorf) ist Fotograf mit Schwerpunkt auf dokumentarischen und künstlerischen Langzeitprojekten. Nach einer Ausbildung zum Fotografen wurde er an der Hochschule für bildende Künste Hamburg aufgenommen und schloss 1994 sein Studium an der Universität-Gesamthochschule Essen („Folkwang“) als Diplom-Designer ab. 

Seit Ende der 1980er Jahre ist er journalistisch, dokumentarisch und künstlerisch tätig. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Magazinen wie (z.B. Geo, Stern, FAZ-Magazin, Zeit und SZ-Magazin), Schulbuchverlagen sowie in Einzel- und Gruppenausstellungen veröffentlicht. Thematisch setzt er sich unter anderem mit industriellen Umbrüchen, Umweltfragen und sozialen Veränderungen auseinander – sowohl im Ruhrgebiet, der ehemaligen DDR als auch in China, der Mongolei und Polen. Für seine Serie „Plastic Army“ zur globalen Plastikmüll-Problematik erhielt er 2019 den Staatspreis des Landes NRW in der Kategorie „Medien“.

Fotos

Die Bundesstiftung Aufarbeitung erwarb 2023 ein Konvolut von Dirk Krüll mit Aufnahmen aus der Umbruchszeit, das die ostdeutsche Industrielandschaft zwischen 1991 und 1993 dokumentiert. Im Fokus stehen dabei ehemalige Kombinate und (vermeintliche) Technische Denkmäler, deren fotografische Darstellung den Zustand und Niedergang der ostdeutschen Industrie eindrucksvoll nachvollziehbar macht. Die Fotoserie ist ein bedeutendes Zeugnis für die tiefgreifenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transformationen nach 1989.