Geschichte der sowjetischen Speziallager - Keine einfachen Antworten

Zeichnung von zwei Soldaten, die eine Gruppe Menschen vor einer Mauer bewachen.
Verhaftung. © Bundesstiftung Aufarbeitung, Sprick-026

Die Einrichtung der Speziallager ist unmittelbar als Folge des Zweiten Weltkrieges zu sehen, gleichzeitig gehörten diese Lager zum kommunistischen Repressionssystem und waren ein wichtiges Werkzeug der sowjetischen Repressionspolitik in der SBZ. Irina Scherbakowa hat 2021 treffend formuliert, dass die Speziallager und der Umgang mit Menschen dort offenbaren, dass die sowjetischen Befreier keine Befreiung brachten.[1] Das macht das Thema bis heute „spannungsreich, vielschichtig, ambivalent“, wie Volkhard Knigge, der ehemalige Leiter der Gedenkstätte Buchenwald, in einer Diskussion 2015 meinte. Dieses „In- und Nebeneinander deutscher Täter- und Opferschaft“[2], sorgt bis heute für Anschlussfähigkeit revisionistischer Deutungen von links und von rechts. Die problematische Quellensituation spitzt diese Lage nur noch zu. In vielen Fällen und für viele offene Fragen, und natürlich in erster Linie für die Erfahrungsgeschichte, sind wir nach wie vor auf die Zeugenberichte angewiesen.

Die sowjetischen Speziallager entstanden in einer „Scharnierzeit zwischen dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Teilung der Welt im Kalten Krieg“.[3] Ihre Geschichte ist die Folge einer Diktatur und gehört in die Vorgeschichte der zweiten Diktatur, das macht die Multidimensionalität und die Brisanz des Themas aus. Die Bedeutung für historische und politische Bildung anhand der Thematik wird besonders aus der prägnanten Zusammenfassung von Knigge deutlich: „Nimmt man die Geschichte dieser Lager ernst, sperrt sie sich gegen alle Vereinfachungen und konterkariert Funktionalisierungen. Diese Geschichte ist nicht zuletzt deshalb bildungsrelevant, weil sie ideologische Engführungen bricht.“[4]

Der Bochumer Historiker Bernd Faulenbach hat für die zweite Enquete Kommission des Deutschen Bundestages die prägnante Formel geprägt, auf die häufiger als die Arbeitsgrundlage für die Gedenkstätten als Orte mit der „zweifachen Vergangenheit“ Bezug genommen wird. Weder die NS-Verbrechen noch die stalinistischen Verbrechen dürfen durch den Verweis aufeinander relativiert oder bagatellisiert werden. Im Schlussbericht steht aber kurz vor dieser bekannten Faulenbachschen Formel ein weiterer wichtiger Hinweis darauf, dass man die Opfer in ihrer Lebensgeschichte und vor dem Kontext betrachten sollte: „Die Darstellung der Realität der Konzentrationslager und der Speziallager darf nicht aus ihren größeren historischen Zusammenhängen gerissen werden. Dazu gehört auch, die unterschiedlichen Lebensgeschichten der Menschen vor und nach ihrer Gefangenschaft zu beachten. Prinzipiell muss deutlich werden, dass es ohne das NS-Regime, die nationalsozialistischen Konzentrationslager und den von Deutschland begonnenen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion auch keine Speziallager in Deutschland gegeben hätte.“[5] Mit Widersprüchen und dem Nebeneinander beider ineinander verwobenen Geschichten umzugehen, lehrt das Thema der Speziallager. Sie bieten bis heute keine einfachen Antworten auf die Frage nach Schuld und Verantwortung.

Was waren das für Lager?

Die Bezeichnung Speziallager ist eine direkte Übersetzung aus dem Russischen „speclager‘“ und in den Quellen erstmals für den 31. Mai 1945 für NKVD-Lager außerhalb der Sowjetunion nachgewiesen.[6] „Eine der wichtigsten Unterscheidungen der sowjetischen Stellen war die zwischen den Internierten, die ohne Urteil in den Speziallagern inhaftiert und jenen, die von sowjetischen Militärgerichten verurteilt worden waren. Die Internierten hießen im sowjetischen Jargon zumeist „Spezkontingent“, das in „Spezlagern“ untergebracht war.“[7] Die vom Sowjetischen Militärtribunal (SMT) abgeurteilten Personen und die ohne ein solches Urteil Internierte befanden sich in den Speziallagern. Ihre Unterbringung sollte strikt getrennt erfolgen, was im Lageralltag nicht immer eingehalten wurde.

Während ihrer Entstehung wurden die Lager den jeweiligen NKVD-Bevollmächtigten der Fronten und später nach der Schaffung des Postens des NKVD-Bevollmächtigen bei der Gruppe der sowjetischen Besatzungsstreitkräfte in Deutschland, dem Generaloberst Ivan Serov unterstellt. Serov verfügte mit dem Oberbefehl über die operativen Einheiten des NKVD (später MVD) und einer Kombination an Positionen über eine beträchtliche Machtfülle. Und auch wenn Serov diese Machtposition kontinuierlich einbüßte und gegenüber dem Chef der militärischen Spionageabwehr Viktor Abakumov, der 1946 von Stalin zum Minister für Staatssicherheit ernannt wurde, den Konkurrenzkampf verlor, blieben die Vollzugsgefängnisse, die Abteilung Speziallager und diverse weitere Lagereinrichtung ihm bis August 1948 direkt unterstellt. Der Posten des sowjetischen Geheimdienstbevöllmächtigten bedeutete für die Speziallager, dass sie zunächst nicht der sowjetischen Lagerstruktur, also nicht dem GULAG, unterstellt wurden. Im April 1945 wurde die Abteilung Speziallager des NKVD/MVD geschaffen, sie war eine selbstständige Struktureinheit des NKVD/MVD in der SBZ und verfügte über die Anbindung an den Geheimdienstbevöllmächtigten über einen autonomen Status. Diese strukturelle Zuordnung, die vor allem für die Versorgungslage eine entscheidende Rolle spiele, blieb bis zum 9. August 1948 bestehen. Mit dem MVD-Befehl Nr. 00959 wurden die Speziallager der Hauptverwaltung Lager (GULAG) unterstellt. Damit startete eine rege Erhebung der Situation in den Speziallagern. Eine große Auswirkung hatten diese Verwaltungszuordnungen nicht mehr auf die in Auflösung begriffene Struktur. Zu diesem Zeitpunkt existierten nur noch drei Speziallager, Sachsenhausen, Buchenwald und Bautzen, die bis im Frühjahr 1950 aufgelöst und die letzten Insassen an die Gefängnisse der DDR übergeben wurden.[8]

Die Bezeichnung „Speziallager“ subsumiert diesen besonderen Status und Entstehungsgeschichte. Nadežda Leont’eva meint sogar, dass nach den vorliegenden Merkmalen innerhalb des sowjetischen Repressionsapparates keine vergleichbaren Haftorte weder vor der Zeit ihres Bestehens, noch nach der Auflösung der Speziallager existierten.[9] Der Begriff „Speziallager“ hat sich als analytische Kategorie für diese spezielle Lagerform in der zeithistorischen Forschung etabliert, da er eine Abgrenzung von anderen Formen der Internierung ermöglicht.

Zeitgenössisch war die Bezeichnung Konzentrationslager für die „sowjetischen Speziallager“ in den westlichen Besatzungszonen und auch unter den Bewohnern der SBZ nicht unüblich (diese findet sich auch z.B. in den Tagebüchern von Victor Klemperer). Auch die medial stark präsente Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit verschaffte sich mit diesem Begriff der KZs oder Sowjet-KZs in Bezug auf die sowjetischen Lager Gehör in der frühen Nachkriegszeit und machte sie zum Symbol des kommunistischen Unrechts. In dem offiziellen Sprachgebraucht der SED hießen die Lager bis zum Fall der Mauer "Internierungslager", was zu einer Verschleierungstaktik des kommunistischen Regimes gehörte.[10] Der offiziell propagierte Antifaschismus war eine Legitimationsquelle der kommunistischen Diktatur, die sich nicht über freie Wahlen bestätigte.[11] So konnte die große Zahl der Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen in den Lagern saßen, eher delegitimierende Wirkung entfalten. In den sowjetisch kontrollierten Medien in der SBZ wurde das Speziallagerthema nicht völlig ausgeklammert, besaß aber einen verschleiernden Charakter.[12] Im Neuen Deutschland legte man am 29. Januar 1950 im Zuge der Artikelserie zur „Auflösung der Internierungslager“ einem dort kurz porträtierten, früheren Polizeioberleutnant Rathmann folgende Worte in den Mund: „ Ich war nie in meinem Leben so gesund wie jetzt“ und einem anderen Herrn Geißler „Ich habe meine Schuld erkannt“.[13] Die kurzen Berichte und Porträts der Internierten scheinen als Entgegnung und Antwort auf die Vorwürfe in den Medien der Westsektoren über die dramatische Versorgungslager der Inhaftierten in den sowjetischen Speziallager verfasst worden zu sein.


Stand der Forschung und deutliche Lücken

Namen von Verstorbenen auf einer Gedenktafel im ehemaligen Speziallager Mühlberg
© Bundesstiftung Aufarbeitung

Die neuesten Forschungsarbeiten, nicht zuletzt durch die Erforschung innerhalb der Gedenkstätten, haben einige Ergebnisse über die Speziallager hervorgebracht, die ein differenzierteres Bild der Speziallager zeichnen. Eingeordnet werden die sowjetischen Speziallager in die allgemeine Internierungspolitik der Alliierten, die zwar in ihren Zielen übereinstimmten, aber die Durchführung der Internierung doch erhebliche Unterschiede aufwies. Die Internierung war als eine außergerichtliche Maßnahme und Reaktion der Alliierten auf die deutsche Nachkriegsgesellschaft konzipiert. „Grundlegende Unterschiede zwischen der Internierung in den verschiedenen Besatzungszonen lagen weniger in der Frage der Verhaftungen an sich und ihrer Begründung als in dem weiteren Umgang mit den Internierten: in einer adäquaten Versorgung mit Lebensmitteln und Medizin, wie auch in der Festlegung von Verfahren, die eine Entlassung regeln sollten.“[14] Die Funktion der Speziallager, was sich in den unterschiedlichen Gefangenengruppen abzulesen ist, änderte sich im Laufe ihres Bestehens von 1945 bis 1950. Zunächst ging es um Arbeitskräftebeschaffung begleitet von Entnazifizierungsmaßnahmen und sicherheitspolitischen Motiven. Die Besonderheit des sowjetischen Falls bestand in der besonders hohen Todesrate innerhalb der Gefangenen und der fehlenden Transparenz bei der Freilassung bzw. der Prozesse: „Die sowjetische Internierung war daher von übermäßiger Willkür, Unterdrückung, Terror und Todesopfern geprägt, die in den westlichen Zonen keine Entsprechung fanden, aber für den Stalinismus charakteristisch sind.“[15]

Doch die Hinweise auf die neuesten Erkenntnisse über die Speziallager dürfen nicht hinwegtäuschen, dass die Liste der Desiderate sehr umfangreich ist und die lange vorherrschende politische Aufladung des Themas einen kritischen Umgang damit verhinderte. Die Quellengrundlage wurde durch Quellenpublikationen im Groben gesichert, aber viele Themen warten auf die Erforschung: Wenig wissen wir über die der Lagerhaft vorangehende Phase der Ermittlung, Festnahme und Untersuchung durch sowjetische Geheimdienste und deutsche Hilfsorgane, über das sowjetische Lagerpersonal und die Zusammenarbeit der Alliierten bei der Verfolgung von NS- und Kriegsverbrechern. Ganz besonders wird der Mangel in der Kenntnis der Häftlingsgesellschaft moniert.[16] Die Geschichte der Speziallager sollte viel stärker in den Kontext der sowjetischen Deutschlandpolitik, in die Frühgeschichte der SBZ und den aufkommenden Kalten Krieg eingeschrieben werden. Auch die Frage, ob die sowjetischen Speziallager als Bestandteil des sowjetischen Gulag-Systems anzusehen sind, ist umstritten. Jörg Moreé hat in einem Artikel die Ansicht vertreten, dass die Speziallager zwar ab August 1948 in die Gulag-Verwaltung überführt werden sollten, diese Entscheidung aber im Großen und Ganzen nur auf dem Papier verblieb.[17]

Ganz grundsätzlich kann man die Speziallager in die Kategorie der modernen Lager, in das so genannte „Jahrhundert der Lager“ einordnen.[18] Die Speziallager unterscheiden sich allerdings von den Konzentrationslagern der NS-Zeit oder von den Arbeitslagern des GULAGs. Sie besaßen zwar viele Ähnlichkeiten mit den west-alliierten Internierungslagern der Nachkriegszeit, da sie im gleichen Zuge entstanden sind, doch sorgte die sowjetische Verwaltungswillkür, der Terror, die hohen Todesraten und der lang andauernde Schwebezustand im Status der Inhaftierten für eine Sonderform der Internierung.

Quellenangaben

[1] Vgl. Beitrag von Irina Scherbakowa im Panel III der Konferenz „Die Aufarbeitung der sowjetischen Speziallager in Deutschland. Bilanz und Perspektiven“, am 20. und 21. August 2021, abrufbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=KMqDOAM7oWc&t=4217s [aufgerufen am 10.05.2022].

[2]  Bettina Greiner, Verdrängter Terror. Geschichte und Wahrnehmung sowjetischer Speziallager in Deutschland, Hamburg 2010, S. 21.

[3] Enrico Heitzer, Speziallagerforschung und Gedenkstättenarbeit seit 1990, in: Elke Scherstjanoi, Detlev Brunner (Hrsg.), Moskaus Spuren in Ostdeutschland 1945 bis 1949. Aktenerschließung und Forschungspläne, München 2015, S. 109–119, hier S. 119.

[4] 65 Jahre nach der Auflösung der sowjetischen Speziallager in Deutschland, 25 Jahre Aufarbeitung ihrer Geschichte. Ergebnisse und offene Fragen, in: Julia Landau, Enrico Heitzer (Hrsg.), Zwischen Entnazifizierung und Besatzungspolitik, Die sowjetischen Speziallager 1945–1950 im Kontext, Göttingen 2021, S. 322.

[5] Deutscher Bundestag, 13. Wahlperiode: Schlussbericht der Enquete-Kommission „Überwindung der Folgen der SED-Diktatur im Prozess der deutschen Einheit“, Drucksache 13/11000. Bonn 10. Juni 1998, S. 240. Abrufbar unter: https://dserver.bundestag.de/btd/13/110/1311000.pdf oder alternativ in den publizierten Bänden der Enquete-Kommissionen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Wahlperiode 13, Band I, S. 614: https://enquete-online.de/.

[6] Vgl. Ralf Possekel, Einleitung. Sowjetische Lagerpolitik in Deutschland, in: ders. (Hrsg.), Sowjetische Dokumente zur Lagerpolitik, Berlin 1998, S. 15-110, hier S. 59

[7] Alexander von Plato, Zur Geschichte des sowjetischen Speziallagersystems in Deutschland. Einführung, in: Sergej Mironenko, Lutz Niethammer, Alexander von Plato (Hrsg.), Sowjetische Speziallager in Deutschland 1945 bis 1950. Band 1. Studien und Berichte, Berlin 1998, S. 19-75, hier S.29.

[8] Vgl. Andreas Hilger, Nikita Petrov, „Erledigung der Schmutzarbeit“? Die sowjetischen Justiz- und Sicherheitsapparate in Deutschland, in: Andreas Hilger, Ute Schmidt (Hrsg.), Sowjetische Militärtribunale. Band 2: Die Verurteilung deutscher Zivilisten 1945-1955/57, Köln 2003, S. 59-152; Galina A. Kusnezowa, Abteilung Sonderlager des Ministeriums des Inneren der UdSSR, in: Jan Foitzik (Hrsg.), SMAD-Handbuch. Die Sowjetische Militäradministration in Deutschland 1945-1949, München 2009, S.85-90; Nadežda Leont‘eva, Sovetskie special’nye lagerja v Germanii v 1945-1948 gg., in: Vestnik Moskovskogo Universiteta 1 (2019), S. 105-121. Zu Ivan Serov siehe Studien von Nikita Petrov, General Ivan Serov - der erste Vorsitzende des KGB, in: Forum für osteuropäische Ideen -und Zeitgeschichte Bd. 2, 2 (1998), S. 161-208. Die neueste Studie dazu: Nikita Petrov, Ivan Serov. Predsedatel‘ KGB, Moskau 2021.

[9] Vgl. Leont‘eva, Sovetskie special’nye lagerja v Germanii, S. 105-121, hier S. 118.

[10] Vgl. Wolfram von Scheliha, Missbrauchte Geschichte. Die sowjetischen Speziallager als Thema des Geschichtsrevisionismus, in: Julia Landau, Enrico Heitzer (Hrsg.), Zwischen Entnazifizierung und Besatzungspolitik. Die sowjetischen Speziallager 1945–1950 im Kontext, Göttingen 2021, S. 275-298.

[11] Vgl. Possekel, Sowjetische Lagerpolitik, S. 17.

[12] Vgl. Wolfram von Scheliha, Die sowjetischen Speziallager – ein Symbol des kommunistischen Unrechts in der publizistischen Auseinandersetzung zwischen Ost und West bis zum Baum der Berliner Mauer 1961, in: Petra Haustein, Annette Kaminsky, Volkhard Knigge (Hrsg.), Instrumentalisierung, Verdrängung, Aufarbeitung. Die sowjetischen Speziallager in der gesellschaftlichen Wahrnehmung 1945 bis heute, Göttingen 2006, S. 10-29.

[13] „Ich werde alles tun, um wiedergutzumachen“. Ehemalige Internierte wollen beim Aufbau helfen, in: Neues Deutschland, 5. (61.) Jahrgang, Nr. 25 vom 29.01.1950, S. 2.

[14] Julia Landau, Enrico Heitzer, Einleitung, in: dies. (Hrsg), Zwischen Entnazifizierung und Besatzungspolitik. Die sowjetischen Speziallager 1945–1950 im Kontext, Göttingen 2021, S. 9-25, hier S. 10.

[15] Andrew H. Beattie, Die sowjetischen Speziallager im Kontext der alliierten Internierung und Entnazifizierung, in: Julia Landau, Enrico Heitzer (Hrsg.), Zwischen Entnazifizierung und Besatzungspolitik, Die sowjetischen Speziallager 1945–1950 im Kontext, Göttingen 2021, S. 43-60, hier S. 60. Siehe ebenfalls: ders., Allied Internment Camps in occupied Germany : extrajudicial detention in the name of denazification, 1945 - 1950, Cambridge 2020.

[16] Vgl. Enrico Heitzer, Speziallagerforschung und Gedenkstättenarbeit seit 1990, in: Detlef Brunner, Elke Scherstjanoi (Hrsg.), Moskaus Spuren in Ostdeutschland 1945 bis 1949, München 2015, S. 109-119.

[17] Vgl. Jörg Moreé, Gulag auf deutschem Boden? Sowjetische Speziallager in der SBZ/DDR, in: Julia Landau, Enrico Heitzer (Hrsg.), Zwischen Entnazifizierung und Besatzungspolitik. Die sowjetischen Speziallager 1945–1950 im Kontext, Göttingen 2021, S. 176-189.

[18] Vgl. Ulrich Herbert, Das „Jahrhundert der Lager“. Ursachen, Erscheinungsformen, Auswirkungen, in: Peter Reif-Spirek, Bodo Ritscher (Hrsg.), Speziallager in der SBZ: Gedenkstätten mit „doppelter Vergangenheit“, Berlin 1999, S. 11-27; Zygmunt Bauman, Das Jahrhundert der Lager?, in: Mihran Dabag, Kristin Platt (Hrsg.), Genozid und Moderne. Bd. 1: Strukturen kollektiver Gewalt im 20. Jahrhundert, Opladen 1998, S. 81-99.

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