Hier finden Sie Artikel und Essays, die sich mit Themen wie Fußball, dem Einfluss der Politik auf den Sport und der Bedeutung des Sports während der Wiedervereinigung beschäftigen.
Auf die tiefgreifenden Veränderungen im deutschen Sportsystem nach der Wiedervereinigung geht dieser Essay ein. Er beschreibt den Übergang von einem zentralistisch organisierten DDR-Sportsystem zu einem föderalen System in den neuen Bundesländern und die damit einhergehenden Herausforderungen. Zudem wird die Entwicklung einer vielfältigen Vereinslandschaft hervorgehoben, die maßgeblich vom Engagement ehrenamtlicher Helfer geprägt ist.
"Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden"
Wie die SED versuchte, die Isolation der DDR zu durchbrechen und eigenständige Mitgliedschaften in internationalen Sportverbänden zu erreichen, erfahren Sie hier. Der Artikel „Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden“ beleuchtet die Bemühungen der DDR in den 1960er Jahren, durch sportpolitische Kontakte zu afrikanischen Ländern internationale Anerkennung zu erlangen. Dabei wird insbesondere die Rolle des Deutschen Turn- und Sportbundes (DTSB) und dessen Engagement in Nord- und Westafrika hervorgehoben.
@ Bundesstiftung Aufarbeitung, Harald Hauswald-Ostkreuz, Bild_891104hh21_2
Dariusz Wojtaszyn, Deutschland Archiv, 2018
Der Fußballfan in der DDR. Zwischen staatlicher Regulierung und gesellschaftlichem Widerstand
Die Entwicklung der Fußballfankultur in der DDR und deren Spannungsfeld zwischen staatlicher Kontrolle und individuellem Ausdruck wird in diesem Artikel näher beleuchtet. Trotz strenger Regulierungen gelang es den Fans, eigene Identitäten und Gemeinschaften zu formen, wobei ihr Verhalten teils als unbewusster Widerstand gegen das Regime interpretiert wird. Besonders die Entstehung von Hooligan-Gruppen ab der Saison 1969/1970, die westlichen Vorbilder nachahmten, wird thematisiert.
@ Bundesstiftung Aufarbeitung, Harald Hauswald-Ostkreuz, Bild hh01739_03
Ines Geipel, BpB, 2017
Staatsplan "Sieg". Die Stasi im Leistungssport
Über die Rolle der Stasi im DDR-Leistungssport, insbesondere im Zusammenhang mit dem staatlich verordneten Dopingprogramm "Staatsplan 14.25" ab 1974 informiert Sie dieser Artikel. Es wird dargestellt, wie das Ministerium für Staatssicherheit die Überwachung, Lenkung und Vertuschung des Dopings übernahm, um internationale sportliche Erfolge als Propagandamittel für den Sozialismus zu nutzen. Die Aufarbeitung dieser Praktiken dient heute dazu, staatlich gedecktes Doping in aktuellen Sportnationen zu erkennen und zu verhindern.
@ Bundesstiftung Aufarbeitung, Klaus Mehner, Bild 87_0726_SPO_Sport_09
Peter Boeger, Deutschland Archiv, 2015
Kampf gegen „Professionalisierung und Kommerzialisierung“ im Sport. Wie die DDR dennoch zu einem adidas-Land wurde
In diesem Beitrag wird untersucht, wie die DDR trotz ihres ideologischen Widerstands gegen die Kommerzialisierung und Professionalisierung des Sports enge Verbindungen zum westdeutschen Sportartikelhersteller adidas aufbaute. Durch geschickte Verhandlungen und die Notwendigkeit hochwertiger Sportausrüstung gelang es Adidas, in den DDR-Sportmarkt einzudringen, was zu einer paradoxen Beziehung zwischen sozialistischer Ideologie und kapitalistischer Praxis führte. Diese Entwicklung zeigt, wie pragmatische Bedürfnisse politische Überzeugungen überwinden können.
@ Bundesstiftung Aufarbeitung, Harald Hauswald-Ostkreuz, Bild hh00717_03
Anne Wanner, Deutschland Archiv, 2012
„Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR“
Dieser Artikel untersucht, wie die DDR durch gezielte Förderung des Sports internationale Erfolge erzielte und diese für politische Zwecke nutzte. Dabei wird beleuchtet, welche Maßnahmen ergriffen wurden, um sportliche Spitzenleistungen zu erreichen, und wie diese zur Stärkung des sozialistischen Systems instrumentalisiert wurden.
@ Bundesstiftung Aufarbeitung, Harald Schmitt, Bild 81_0725_001fv
Uta Balbier, JHK, 2008
Flaggen, Hymnen und Medaillen. Die gesamtdeutsche Olympiamannschaft und die kulturelle Dimension der Deutschlandpolitik
Uta Balbiers Essay zeigt, wie Flaggen, Hymnen und selbst die Auswahl von Sportler:innen in den 1950er und 1960er Jahren zu zentralen Mitteln des deutschlandpolitischen Wettstreits wurden. Zwischen sportlicher Fairness und nationaler Selbstdarstellung verhandelte sich Ost und West nicht nur im Stadion, sondern auch vor den internationalen Gremien – bis zur Auflösung der gemeinsamen Mannschaft 1968/72.
Die besondere Rolle des Fußballs im Leistungssportsystem der DDR und wie seine Massenwirksamkeit zu politischen Interventionen führte, wird in diesem Artikel beschrieben. Es wird dargestellt, wie der Fußball trotz anfänglicher Distanz des Staates zum Sport zu einem Instrument politischer Einflussnahme wurde. Zudem beleuchtet der Beitrag die Entwicklung des DDR-Fußballs und dessen Bedeutung im gesellschaftlichen Kontext.
"Ich habe ein behindertes Kind" - DDR-Doping und die Folgen
Im Jahr 2000 beschäftigte sich das Magazin KONTRASTE mit dem Thema Doping im DDR-Sport. Es wird beschrieben, wie Trainer und Sportmediziner den Sportlern ohne deren Wissen verbotene leistungssteigernde Substanzen verabreichten und was dies für Folgen für die Sportler haben konnte. Der Historiker Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk ordnet das Gezeigte in den historischen Kontext ein.
@ Bundesstiftung Aufarbeitung, Harald Schmitt, Bild 02_0711_001
Artikel zur Sportberichterstattung in der DDR
Sport im DDR-Fernsehen
Hier erfahren Sie mehr über die enge Verflechtung von Sport, Medien und Politik im DDR-Fernsehen. Es wird dargestellt, wie sportliche Erfolge zur innen- und außenpolitischen Legitimation des Staates instrumentalisiert wurden und welche Rolle das Fernsehen dabei spielte. Zudem werden die Entwicklung der Sportberichterstattung und die Einführung wichtiger Sportsendungen wie "Sport aktuell" und "Sportarena" thematisiert.