Artikel zum Thema

Wolf-Dieter Jacobi, BpB, 2022

Der Wandel im Sport

Auf die tiefgreifenden Veränderungen im deutschen Sportsystem nach der Wiedervereinigung geht dieser Essay ein. Er beschreibt den Übergang von einem zentralistisch organisierten DDR-Sportsystem zu einem föderalen System in den neuen Bundesländern und die damit einhergehenden Herausforderungen. Zudem wird die Entwicklung einer vielfältigen Vereinslandschaft hervorgehoben, die maßgeblich vom Engagement ehrenamtlicher Helfer geprägt ist.
Blick in ein mit Menschen gefülltes Stadion.
Daniel Lange, Deutschland Archiv, 2021

"Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden"

Wie die SED versuchte, die Isolation der DDR zu durchbrechen und eigenständige Mitgliedschaften in internationalen Sportverbänden zu erreichen, erfahren Sie hier. Der Artikel „Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden“ beleuchtet die Bemühungen der DDR in den 1960er Jahren, durch sportpolitische Kontakte zu afrikanischen Ländern internationale Anerkennung zu erlangen. Dabei wird insbesondere die Rolle des Deutschen Turn- und Sportbundes (DTSB) und dessen Engagement in Nord- und Westafrika hervorgehoben.
Person vor dem Brandenburger Tor zwischen einer Flagge der DDR und einer der Bundesrepublik
Dariusz Wojtaszyn, Deutschland Archiv, 2018

Der Fußballfan in der DDR. Zwischen staatlicher Regulierung und gesellschaftlichem Widerstand

Die Entwicklung der Fußballfankultur in der DDR und deren Spannungsfeld zwischen staatlicher Kontrolle und individuellem Ausdruck wird in diesem Artikel näher beleuchtet. Trotz strenger Regulierungen gelang es den Fans, eigene Identitäten und Gemeinschaften zu formen, wobei ihr Verhalten teils als unbewusster Widerstand gegen das Regime interpretiert wird. Besonders die Entstehung von Hooligan-Gruppen ab der Saison 1969/1970, die westlichen Vorbilder nachahmten, wird thematisiert.
Gruppe von Fußball-Fans am Spielfeldrand
Ines Geipel, BpB, 2017

Staatsplan "Sieg". Die Stasi im Leistungssport

Über die Rolle der Stasi im DDR-Leistungssport, insbesondere im Zusammenhang mit dem staatlich verordneten Dopingprogramm "Staatsplan 14.25" ab 1974 informiert Sie dieser Artikel. Es wird dargestellt, wie das Ministerium für Staatssicherheit die Überwachung, Lenkung und Vertuschung des Dopings übernahm, um internationale sportliche Erfolge als Propagandamittel für den Sozialismus zu nutzen. Die Aufarbeitung dieser Praktiken dient heute dazu, staatlich gedecktes Doping in aktuellen Sportnationen zu erkennen und zu verhindern.
Plakat an einem Geländer mit der Aufschrift "Treibt alle Sport!"
Peter Boeger, Deutschland Archiv, 2015

Kampf gegen „Professionalisierung und Kommerzialisierung“ im Sport. Wie die DDR dennoch zu einem adidas-Land wurde

In diesem Beitrag wird untersucht, wie die DDR trotz ihres ideologischen Widerstands gegen die Kommerzialisierung und Professionalisierung des Sports enge Verbindungen zum westdeutschen Sportartikelhersteller adidas aufbaute. Durch geschickte Verhandlungen und die Notwendigkeit hochwertiger Sportausrüstung gelang es Adidas, in den DDR-Sportmarkt einzudringen, was zu einer paradoxen Beziehung zwischen sozialistischer Ideologie und kapitalistischer Praxis führte. Diese Entwicklung zeigt, wie pragmatische Bedürfnisse politische Überzeugungen überwinden können.
Zwei junge Männer in einer Adidas-Trainingsjacke
Anne Wanner, Deutschland Archiv, 2012

„Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR“

Dieser Artikel untersucht, wie die DDR durch gezielte Förderung des Sports internationale Erfolge erzielte und diese für politische Zwecke nutzte. Dabei wird beleuchtet, welche Maßnahmen ergriffen wurden, um sportliche Spitzenleistungen zu erreichen, und wie diese zur Stärkung des sozialistischen Systems instrumentalisiert wurden.
Rückenansicht einer Schwimmerin mit einem Badeanzug auf dem mehrfach DDR steht.
Uta Balbier, JHK, 2008

Flaggen, Hymnen und Medaillen. Die gesamtdeutsche Olympiamannschaft und die kulturelle Dimension der Deutschlandpolitik

Uta Balbiers Essay zeigt, wie Flaggen, Hymnen und selbst die Auswahl von Sportler:innen in den 1950er und 1960er Jahren zu zentralen Mitteln des deutschlandpolitischen Wettstreits wurden. Zwischen sportlicher Fairness und nationaler Selbstdarstellung verhandelte sich Ost und West nicht nur im Stadion, sondern auch vor den internationalen Gremien – bis zur Auflösung der gemeinsamen Mannschaft 1968/72.
Turnerin vor der DDR, DTSB, FDGB und FDJ-Flagge
Hans Joachim Teichler, APuZ, 2006

Fußball in der DDR

Die besondere Rolle des Fußballs im Leistungssportsystem der DDR und wie seine Massenwirksamkeit zu politischen Interventionen führte, wird in diesem Artikel beschrieben. Es wird dargestellt, wie der Fußball trotz anfänglicher Distanz des Staates zum Sport zu einem Instrument politischer Einflussnahme wurde. Zudem beleuchtet der Beitrag die Entwicklung des DDR-Fußballs und dessen Bedeutung im gesellschaftlichen Kontext.
Team-Foto einer Mannschaft des FC Rot-Weiss Erfurt
Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk, BpB, 2005

"Ich habe ein behindertes Kind" - DDR-Doping und die Folgen

Im Jahr 2000 beschäftigte sich das Magazin KONTRASTE mit dem Thema Doping im DDR-Sport. Es wird beschrieben, wie Trainer und Sportmediziner den Sportlern ohne deren Wissen verbotene leistungssteigernde Substanzen verabreichten und was dies für Folgen für die Sportler haben konnte. Der Historiker Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk ordnet das Gezeigte in den historischen Kontext ein.
Journalisten und Mikrofone sind auf den Radrennfahrer Jan Ulrich gerichtet.
Artikel zur Sportberichterstattung in der DDR

Sport im DDR-Fernsehen

Hier erfahren Sie mehr über die enge Verflechtung von Sport, Medien und Politik im DDR-Fernsehen. Es wird dargestellt, wie sportliche Erfolge zur innen- und außenpolitischen Legitimation des Staates instrumentalisiert wurden und welche Rolle das Fernsehen dabei spielte. Zudem werden die Entwicklung der Sportberichterstattung und die Einführung wichtiger Sportsendungen wie "Sport aktuell" und "Sportarena" thematisiert.
DDR-Sportlerin im Interview