Tschernobyl

In der Nacht zum 26. April 1986 explodierte der vierte Reaktor des sowjetischen Kernkraftwerks „Tschernobyl Wladimir Iljitsch Lenin“. Die gesundheitlichen, ökonomischen und ökologischen Folgen der Katastrophe waren immens. Große Teile Europas wurden durch den radioaktiven Fallout verseucht. In der DDR und der Bundesrepublik hinterließ die Katastrophe tiefe Verunsicherung in der Bevölkerung. In seinen Memoiren bezeichnete Michail Gorbatschow die Katastrophe als „Sargnagel der Sowjetunion“. Die Auswirkungen des Unglücks sind bis heute wahrnehmbar und werden auch zukünftige Generationen beschäftigen. Sowohl medial als auch politisch ist „Tschernobyl“ nicht zuletzt wegen seiner Symbolträchtigkeit und Einmaligkeit noch immer sehr präsent.

Die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl

Am 26. April 1986 explodierte der vierte Reaktor des sowjetischen Atomkraftwerks Tschernobyl. Die Katastrophe hatte immense gesundheitliche, ökonomische und ökologische Auswirkungen auf die Region sowie weite Teile Europas. Der Atomunfall wurde als erster in die höchste Kategorie der siebenstufigen internationalen Bewertungsskala für nukleare Vorfälle eingestuft. Die Sowjetunion bemühte sich zunächst, den Vorfall zu vertuschen. In der DDR versuchte die SED-Führung, die Bürgerinnen und Bürger durch verharmlosende, falsche oder ausbleibende Informationen zu beruhigen. Die Folgen der Katastrophe sind bis heute wahrnehmbar.
In unserem Dossier geben wir einen Überblick über die politischen Reaktionen in der Sowjetunion, der DDR und der Bundesrepublik sowie über die gesundheitlichen, ökologischen und sozialen Nachwirkungen der Katastrophe.
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