Düren. Auf Initiative der Vereinigung der Opfer des Stalinismus e.V. (VOS) wurde am 17. Juni 1981 vor dem Rurtal-Gymnasium in Düren ein Gedenkstein für die Opfer des Stalinismus eingeweiht.
Seither finden an dieser Stelle alljährlich Kranzniederlegungen statt: am Tag des Volksaufstandes vom 17. Juni, am Volkstrauertag sowie am Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober.
VOS / Den Opfern / des / 17. Juni 1953
Düren, Bismarckstraße 90
Hagen. Auf Initiative des Kuratoriums Unteilbares Deutschland wurde am 2. September 1962 im Hagener Volkspark ein Mahnmal zur deutschen Teilung aufgestellt. Es besteht aus zwei Stahlträgern, von denen der kleinere sich dem größeren zuneigt. Dazwischen befand sich zunächst ein Stacheldraht, der die Trennung durch Mauer und Todesstreifen symbolisierte. 1964 verlegte die Stadt Hagen das Denkmal auf den Vorplatz des Hauptbahnhofes und versah es mit einer Mauer. Am 11. Jahrestag des Volksaufstandes in der DDR, am 17. Juni 1964, wurde es feierlich eingeweiht und der Vorplatz des Hagener Hauptbahnhofes in „Berliner Platz“ umbenannt. Nach der Wiedervereinigung wurde der Stacheldraht von den Stahlträgern entfernt und eine Gedenktafel angebracht. Unterhalb der Gedenktafel befindet sich die Angabe „Berlin 500 km“.
17. Juni 1953 / Aufstand der Arbeiter / in Ost-Berlin // 13. August 1961 / Bau der Mauer // Wir gedenken der Opfer von Mauer und Stacheldraht! // 9. November 1989 / Die Mauer fällt / der Weg zur Einheit / ist frei!
Hagen, Berliner Platz
Lübbecke. Eines der frühesten Denkmäler zur Erinnerung an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR befindet sich im nordrhein-westfälischen Lübbecke. Am 1. Jahrestag des Volksaufstandes wurde hier durch den Bürgermeister der Stadt vor etwa 1 000 Gästen ein Stein am Weingarten als Mahnmal den Opfern des 17. Juni gewidmet und in die Obhut des „Gesamtverbandes der Sowjetzonenflüchtlinge“ übergeben. Am Stein wurde eine Freiheitsflamme entzündet und von einem Staffelläufer auf den Gallenkamp zum Kreuz des deutschen Ostens getragen. Dort wurde ebenfalls ein Mahnfeuer eröffnet. Das Freiheitsfeuer wurde dann in einer Sternfahrt in die sieben Amtsbezirke des Kreises gefahren, in denen Mahnfeuer entzündet wurden.
Am / Tag der Einheit / 17. Juni 1954 / zur Ehrung der Opfer / des 17. Juni 1953
Lübbecke, Weingarten, auf dem Gallenkamp
Metelen. Auf dem Sendplatz im nordrhein-westfälischen Metelen erinnert ein Gedenkstein an den Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953. Auf Initiative des Hauptausschusses fand zum 10. Jahrestag, am 17. Juni 1963, eine öffentliche Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die blutig niedergeschlagenen Massenproteste statt. Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch der Gedenkstein enthüllt, der vom damaligen Bürgermeister Josef Herdering der Öffentlichkeit übergeben wurde. Berichten zufolge nahmen etwa 1 000 Menschen an der feierlichen Einweihung teil, die auf Geheiß des damaligen Gemeindedirektors Georg Lanfer unter der Losung „Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland“ stand. Freiherr Dr. von Wamboldt hielt ein Grußwort und der Schülerchor der St. Vitusschule rief die historischen Hintergründe des Feiertags in Erinnerung.
Der ortsansässige Steinmetz, Heinrich Kippelt, fertigte den Gedenkstein mit einem Flachrelief des Landessymbols Berlins, dem Berliner Bären, sowie einer Inschrift an. Vorder- und Rückseite des Steins sind identisch gestaltet. Als Vorbild für die Gestaltung diente vermutlich der Berlin-Stein in Telgte, der bereits im Jahr 1959 eingeweiht wurde. Die Ostseite des Steins weist Richtung Marktplatz, während die Westseite zur Straße gerichtet ist.
Berlin / 17. Juni 1953
Metelen, auf dem Sendplatz
Oberhausen. Zur Erinnerung an den Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953 wurde anlässlich des neunten Jahrestags der Proteste die Skulptur „Berliner Bär“ im nordrhein-westfälischen Oberhausen aufgestellt. Der „Berliner Bär“ befindet sich seit seiner Übergabe an die Öffentlichkeit im Jahr 1962 am Hauptbahnhof der Stadt. Der Enthüllung wohnte auch die damalige Oberbürgermeisterin Luise Albertz bei. Der 1,90 Meter große „Berliner Bär“ ist aus bayerischem Muschelkalk gefertigt. Die Bärenfigur befindet sich auf einem Sockel, die eine Inschrift zur Erinnerung an den 17. Juni trägt. Der Künstler Otto Waldner gestaltete die Skulptur und reparierte bereits in der Nacht vor der Einweihung Brandschäden, die durch Unbekannte verursacht worden waren. Die Folgen des Brandanschlages konnten vor der Enthüllung jedoch nicht in Gänze beseitigt werden. Zum 17. Mai 2016 wurde die Skulptur in die Denkmalliste der Stadt eingetragen.
17. JUNI 1962
Oberhausen, Schwartzstraße / Freiherr-vom-Stein-Straße, Oberhausen Mitte
Ratingen. Am Bürgerhaus am Marktplatz im nordrhein-westfälischen Ratingen befindet sich ein „Berlin-Gedenkstein“, der an den Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953 erinnert. In den Tagen um den 17. Juni weiteten sich Streiks von Bauarbeitern gegen die Normerhöhung in Ost-Berlin rasant zu landesweiten Massenprotesten gegen die Repression durch das SED-Regime und für die Wiedervereinigung aus. Während in der DDR die Proteste gewaltsam niedergeschlagen wurden, verabschiedete der Deutsche Bundestag noch im selben Jahr ein Gesetz, welches den 17. Juni zum „Tag der deutschen Einheit“ erklärte.
Zum sechsten Jahrestag der Proteste, am 17. Juni 1959, fand in Ratingen eine feierliche Gedenkveranstaltung statt, im Rahmen derer der damalige Bürgermeister der Stadt, Peter „Harry“ Kraft, sowie der Kreistagsabgeordnete Robert Bininda den „Berlin-Gedenkstein“ der Öffentlichkeit übergaben. Erich Kitlas, Mitglied im Kuratorium „Unteilbares Deutschland“, hielt ein Grußwort. Die Anbringung der Gedenktafel am Bürgerhaus hatte die Stadtverwaltung initiiert. Berichten zufolge besuchten tausende Gäste die feierliche Enthüllung am Marktplatz. Der Ratinger Steinmetz Friedel Lepper gestaltete die Tafel aus Basaltlava und bildete auf dieser das Landessymbol Berlins mit dem Berliner Bären ab. Unterhalb des Symbols befindet sich eine Inschrift.
Berlin / 17. Juni 1953
Ratingen, Marktplatz1