Ereignisse vom 20. Juli
20.7.1992
Als Reaktion auf die slowakische Unabhängigkeitserklärung vom 17. Juli tritt Václav Havel vom Amt des Präsidenten der ČSFR zurück.
20.7.1991
Am 47. Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Hitler warnt der brandenburgische Ministerpräsident Stolpe in der Gedenkstätte Berlin-Plötzensee vor dem Aufkommen »neonazistischer Verhaltensweisen« in Ostdeutschland.
20.7.1990
Am 46. Jahrestag des Stauffenberg-Attentates auf Hitler legen die Soldaten der NVA einen neuen Fahneneid ab. Zum ersten Mal in der Geschichte der DDR verpflichteten sich die Soldaten nicht mehr dazu, den Sozialismus zu verteidigen.
20.7.1990
Politiker beider deutscher Staaten gedenken erstmals gemeinsam der Widerstandskämpfer vom 20. Juli 1944.
20.7.1989
Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik veröffentlicht eine Adenauer-Notiz von 1951, auf deren Basis möglicherweise die Oder-Neiße-Grenze als Ostgrenze eines wiedervereinigten Deutschlands anerkannt würde.
20.7.1989
Die tschechoslowakischen Behörden verweigern dem früheren Parteichef Alexander Dubcek die Reise zu einem Kongress nach Madrid.
20.7.1972
Im Zuge der am 17. Juni begonnenen Prozesse wird der ehemalige Sekretär des Prager Parteikommitees, Jaromir Litera, zu zweieinhalb Jahren Freiheitsentzug wegen »Subversion gegen die Republik« verurteilt.
20.7.1968
»Neues Deutschland« suggeriert unter dem Titel »Geheimes Waffenlager bei Karlovy Vary« erneut eine angebliche Bedrohung der DDR und der CSSR durch den Westen.
20.7.1961
Tausende DDR-Bürger besuchen den einen Tag zuvor eröffneten Evangelischen Kirchentag in West-Berlin.
20.7.1957
Ein Untersuchungsausschuss der UNO kommt zum Ergebnis, dass Ungarn-Aufstand 1956 eine spontane Erhebung zur Abschaffung des Kommunismus war.
20.7.1954
Der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Otto John, erklärt seinen Übertritt in die DDR und behauptet später, er sei verschleppt worden.
20.7.1953
In West-Berlin wird im ehemaligen Kriegsministerium das Mahnmal für die Widerstandskämpfer des gescheiterten Attentats auf Hitler vom 20. Juli 1944 eingeweiht.
20.7.1950
Umformung der SED in eine "Partei neuen Typus" nach sowjetischem Vorbild auf dem III. Parteitag.
20.7.1944
Das Bombenattentat der Widerstandsgruppe um Claus Graf Schenk von Stauffenberg auf Hitler scheitert.
20.7.1937
"Großer Terror": Beginn der durch das sowjetische Politbüro beschlossenen NKWD-Operation zur »Liquidierung des in den Betrieben der Nationalen Verteidigung arbeitenden deutschen Kontingents«.