Ereignisse vom 12. Februar
12.2.1992
Die ostdeutschen Bundestagsabgeordneten Eggert, Vaatz und Eppelmann fordern einen breiten Konsens bei der Aufarbeitung des SED-Unrechts. Es gehe um Gerechtigkeit für die Opfer, nicht um Rache an den Unterdrückten.
12.2.1991
Die sowjetische Botschaft in Deutschland warnt vor Versuchen, die nach Besatzungsrecht zwischen 1945 und 1949 durchgeführten Enteignungen in Ostdeutschland in Frage zu stellen. Diese Fragen seien im 2+4-Vertrag abschließend geregelt.
12.2.1990
Nach 42 Jahren treffen sich zum ersten Mal die Polizeipräsidenten aus Ost- und West-Berlin zu Gesprächen und vereinbaren eine engere Zusammenarbeit.
12.2.1990
In einem Telefongespräch mit DDR-Ministerpräsident Hans Modrow bekräftigt der sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow seinen Standpunkt, dass das vereinte Deutschland keine Mitgliedschaft in der NATO anstreben sollte.
12.2.1989
Der französische Präsident François Mitterrand kündigt für das zweite Halbjahr einen Besuch in der DDR an.
12.2.1989
Der ungarische KP-Chef Károly Grósz sieht im Mehrparteiensystem » eine größere Möglichkeit weniger Fehler zu machen«.
12.2.1989
Der Ost-Berliner Bischof, Kardinal Meisner, wird Erzbischof von Köln.
12.2.1988
Die 1. Vollversammlung der „Ökumenischen Versammlung“ beginnt in Dresden.
12.2.1969
„Opferakte“ über Schriftstellerin Christa Wolf angelegt, Operativer Vorgang „Doppelzüngler“.
12.2.1968
Walter Ulbricht empfängt in Ost-Berlin eine Delegation der in der Bundesrepublik illegalen KPD unter Führung Max Reimanns.
12.2.1961
Evangelische Bischöfe aus der Bundesrepublik werden von Ost-Berliner Behörden daran gehindert, am Eröffnungsgottesdienst der gesamtdeutschen Synode in der Marienkirche teilzunehmen.
12.2.1958
„Lange-Erlass“ des DDR-Volksbildungsministers macht den Religionsunterricht in den Schulen praktisch unmöglich.
12.2.1956
In der DDR-Presse wird die Kampagne der Verpflichtungen »zu Ehren der 3. Parteikonferenz« am 24. März intensiviert; laufend werden »Selbstverpflichtungen« zur Steigerung der Produktion vermeldet.
12.2.1955
Das MfS bricht in das Ostbüro der FDP in Berlin ein und stiehlt wichtige Unterlagen.
12.2.1955
Dreitägiger Strafprozess in Gera gegen Jenaer Schüler-Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ geht mit hohen Zuchthausstrafen zu Ende.
12.2.1953
An der Grenze bei Wittenberge wird auf der Elbe das Hamburger Motorschiff »Marschland« von Volkspolizisten beschossen. Ein Besatzungsmitglied wird schwer verletzt.