Ereignisse vom 27. November
27.11.1997
Bewährungsstrafen gegen zwei Mauerschützen, die 1986 Michael Bittner erschossen. Seine Leiche bleibt verschollen.
27.11.1991
Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) und der Ostdeutsche Rundfunk (ODR) treten der ARD bei.
27.11.1990
Die KP-eigene Tageszeitung der Slowakei »Pravda« löst sich von der Partei und will künftig als unabhängige linke Zeitung erscheinen.
27.11.1990
Der Vorstand des Schriftstellerverbands in der DDR hält seine letzte Tagung ab und gibt bekannt, seine Tätigkeit bis Ende des Jahres 1990 einzustellen.
27.11.1989
Samtene Revolution in der Tschechoslowakei: Ein landesweiter, zweistündiger Generalstreik wird durchgeführt, um Druck auf die kommunistische Führung auszuüben.
27.11.1989
Auf der Leipziger Montagsdemonstration mit 150.000 Teilnehmern sind Sprechchöre mit »Deutschland einig Vaterland« zu hören.
27.11.1968
Erste MfS-Analyse der eigenen Ermittlungen im Kontext des »Prager Frühlings«: Das Gros der insgesamt 506 inhaftierten Personen wurde der »staatsfeindlichen Hetze« und der »Staatsverleumdung« beschuldigt.
27.11.1958
Erstes „Berlin-Ultimatum“ des sowjetischen Staats- und Parteichefs Chruschtschow und Aufkündigung des Viermächte-Status durch die Sowjetunion.
27.11.1956
Der ungarische Schriftstellerverband protestiert gegen die Verhaftung des Literaturwissenschaftlers Georg Lukács, der zusammen mit Imre Nagy nach Rumänien verschleppt wurde.
27.11.1952
In Prag werden nach einem Schauprozess elf Angeklagte, darunter der ehemalige Generalsekretär der kommunistischen Partei, Rudolf Slánský, wegen angeblicher Verschwörung gegen den Staat zum Tode verurteilt und am 3. Dezember hingerichtet.