Biographische Angaben aus dem Handbuch "Wer war wer in der DDR?":

Geb. in Köln; dort Volksschule u. Realgymnasium; Studium der Montanwiss. in Clausthal u. Aachen, 1909 Dipl.-Berging.; Assistent an der TH Aachen, Prom. zum Dr.-Ing.; ab 1913 Betriebsltr. von Bergwerken, u. a. in den Riebeckschen Montanwerken Halle; 1919 Zentrums-Partei; seitdem Vors. des Provinzialvorst. Sachsen; nach 1933 pol. verfolgt; bis 1944 Abt.-Ltr. der Bergwerke der IG Farben; 1944 verhaftet.
Juli 1945 Mitbegr. der CDU in Sachsen-Anh., bis Mai 1948 1. Vors. des Landesvorst.; Sept. 1945 – Dez. 1946 Präsidialdir. in der Provinzialverw. Sachsen, Ltr. des Amts für Brennstoffindustrie u. Energiewirtschaft; 1945 – 49 Mitgl. des CDU-Hauptvorst. in der SBZ, Dez. 1945 – Sept. 1947 ihr 4. Vors., Sept. – Dez. 1947 Mitgl. ihres geschäftsf. Vorst., Nov./Dez. 1947 des Pol. Aussch.; Mitgl. der Arbeitsgemeinschaft CDU/CSU; Mai 1948 – Nov. 1949 stellv. Vors. der CDU Sachsen-Anh.; Okt. 1946 – Nov. 1949 Abg. des Landtags Sachsen-Anh.; Dez. 1946 – Nov. 1949 Landesmin. für Arbeit u. Sozialpol.; 1948/49 Mitgl. des Dt. Volksrats; 1949 Abg. der Prov. Volkskammer; Okt. 1949 verhaftet; Nov. 1949 aller Ämter enthoben wegen angebl. Verwicklung in den Fall »Verschiebung von Vermögenswerten« der 1946 enteigneten Dt. Continental-Gas-Ges., April 1950 im Dessauer Schauprozeß mit  Willi Brundert zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt; Febr. – März 1956 Verlegung in die zentrale U-Haftanstalt in Berlin-Hohenschönhausen; Sept. 1956 Entlassung aus der Haft; 1958 Flucht in die Bundesrep. Dtl.

Publ.
Zusammenfassende Darstellung der Kokereitechnik. Gelsenkirchen 1911; Das Tiefbohrwesen. Berlin 1912; Gewinnungsmaschinen. Berlin 1912; Der Streckenausbau im Braunkohlenbergbau. Halle 1918.
Sek.-Lit.
Prozeß H. u. Brundert u. Komplicen. Berlin 1950; Eik, J., Mittmann, W.: Der Dessauer Prozeß. DDR 1950: Ein Stück Justizgeschichte im Originalton. Radio-Feature 1997.
HME