Biographische Angaben aus dem Handbuch "Wer war wer in der DDR?":

Geb. in Oberhausen-Sterkrade (Ruhr); Vater Schneider; Volks- u. Handelsschule in Oberhausen; Ausbildung zum Kfm.; 1927 SAJ; 1929 – 32 Arbeiterin in den USA; Rückkehr nach Dtl.; 1932 KPD u. Frauenltr. des UB Oberhausen; KPD-Stadtverordn.; nach 1933 illeg. pol. Arbeit im Saargeb.; Herbst 1934 Emigr. nach Paris; Mitarb. im Weltkomitee gegen Krieg u. Fasch.; administrativ verantw. für die Ztg. »Weltfront«; Mitarb. im Weltfrauenkomitee; 1936 Emigr. in die Niederlande; dort Schulungsarbeit; Mitarb. an der illeg. Ztschr. »Westdt. Kampfblätter«; 1937 in die Schweiz; dort Mitgl. der Emigr.-Ltg., Schulungsarbeit; 1938 zurück in die Niederlande; Frauenarbeit nach Westdtl.; nach der dt. Besetzung der Niederlande 1939 verhaftet; 1941 vom OLG Hamm wegen »Vorber. zum Hochverrat« verurteilt, 1941 – 45 Haft im Zuchthaus Anrath (Krefeld).
1945/46 KPD/SED; 1945 Mitbegr. der KPD Dessau; 1945 – 47 Vors. des Frauenaussch.; 1946 – 50 Mitgl. des PV der SED; 1946 – 48 Abg. der Stadtverordnetenvers. von Groß-Berlin; Mitbegr. u. Mitgl. des BV des DFD; 1947 – 49 Gen.-Sekr. des DFD; 1949 – 54 Ltr. der HA für kultur. Aufklärung (Aufbau der kultur. Auslandsbeziehungen) im Min. für Volksbildung; 1951 – 54 Mitgl. u. stellv. Vors. der Staatl. Kommission für Kunstangelegenh.; 1954 – 58 kommissar. Ltr. der HA Kunst im Min. für Kultur; 1958 – 60 Ltr. des Bereichs Presse u. Werbung bei VEB Progress Filmvertrieb; aus gesundheitl. Gründen ausgeschieden; arbeitete ehrenamtl. für das IML; Mitarb. der Kommission für die Geschichte der örtl. Arbeiterbew. der SED-BL Berlin; 1990 PDS; verh. mit  Fritz Rettmann; gest. in Berlin.

Sek.-Lit.
Vierneisel, B.: Das Erinnerungsarchiv – Zum Beispiel M. R. In: Sabrow, M. (Hrsg.): Verwaltete Vergangenheit. Geschichtskultur u. Herrschaftslegitimation in der DDR. Leipzig 1997.