Biographische Angaben aus dem Handbuch "Wer war wer in der DDR?":
Geb. in Schongau am Lech in einer jüd. Familie; Vater Kfm. (im KZ Theresienstadt ermordet); 1912 – 22 Volks- u. Realschule; 1921 – 23 kfm. Lehre in München, danach Ausbildung zum Textilkfm.; 1923 – 27 Verkäufer in München u. Leer (Ostfr.); 1927 – 33 selbst. Textilversand in München; 1933 – 36 Textilvertreter in Straßburg u. Toulouse; 1934/ 35 München; 1936 – 38 Melder, Ordonanzoffz. (von Ludwig Renn) u. Nachrichtenoffz. im span. Bürgerkrieg; 1938 KPD; 1938 in Frankreich für die FKP tätig; 1939/40 interniert; 1940 – 45 Mitgl. der jüd. Sekt. der KPF Toulouse; 1941/ 42 Straflager Récébédon (b. Toulouse), geflüchtet; 1942 – 45 Mitgl. der frz. Partisanen in Lyon, Oberst-Ltn.; Ltr. der Résistance in Lyon-Grenoble; 1944 für den jugosl. Nachrichtendienst tätig; 1945 in Belgrad.
Juli 1945 Rückkehr nach Dtl.; Mitgl. der VVN in Schongau a. Lech; 1945 – 49 nachrichtendienstl. Arbeit für die KPD/SED (Deckn. »Otto«, »Albert Bauer«) u. den jugosl. Nachrichtendienst in Westdtl., Abbruch der Verbindung mit dem jugoslaw. Nachrichtendienst nach dem Bruch zwischen Tito u. Stalin; Juni 1949 mit sowj. Billigung Übersiedl. in die SBZ; SED; anschl. Dir. der Fachdir. Textil des Dt. Außenhandels; 27.12.1951 SED-Ausschl. wegen »nachrichtendienstl. Tätigkeit für den jugosl. Geheimdienst«; 1952/53 unternehmerisch in Berlin (West) tätig; 1953/54 Anbinder, 1954/55 Sachbearb. im VEB Transformatorenwerk in Berlin; 1955/56 Verkäufer beim VEB Herrenmode; verweigert 1956 die Wiederaufn. in die SED; 1956 Hans-Beimler-Med.; 1956 – 68 Absatzltr. im VEB Treffmodelle; 1967 Wiedereintritt in die SED; 1969 Rentner; 1976 VVO; Mitgl. der ZL des Komitees der Antifa. Widerstandskämpfer, Sekt. Spanienkämpfer u. Kämpfer in den Armeen der Antihitlerkoalition; gest. in Berlin.
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