Biographische Angaben aus dem Handbuch "Wer war wer in der DDR?":

Geb. in Innsbruck (Österreich); Vater Inh. eines Reklamebüros; Matura am Pädagogium; studierte zunächst am Innsbrucker Konservatorium u. 1940 – 42 am Mozarteum in Salzburg Klavier; 1943 / 44 1. Kapellmeister am Tiroler Landestheater in Innsbruck:
1945 – 51 freier Dirigent u. Konzertpianist mit Gastspielen in Wien, Rom, München u. der Schweiz; 1952 – 57 städt. Musikdir. in Remscheid; 1957 – 60 Generalmusikdir. der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz in Ludwigshafen; 1960 – 64 Chefdirigent der Sächs. Staatskapelle Dresden; 1963 NP; 1965 Ernennung zum Prof.; 1964 – 71 sowie 1974 – 90 Generalmusikdir. der Dt. Staatsoper u. Chefdirigent der Staatskapelle Berlin; 1977 – 90 Prof. für Dirigieren an der HS für Musik u. Darstellende Kunst in Wien; Gastspiele in den meisten Ländern Europas, in den USA, in Lateinamerika u. in Japan; Ehrendirigent des NHK-Symphonieorchesters Tokio; 1973 Gregoriusorden des Vatikan; 1982 NP; österr. Ehrenzeichen für Wissensch. u. Kunst; 2004 Tiroler Landespreis für Kunst; mußte 1990 aus gesundheitl. Gründen das Dirigieren aufgeben.
O. S. ist bekannt geworden als Dirigent insb. der Kompositionen von Wagner u. Strauss; trat 1964 – 67 bei den Bayreuther Festspielen auf (»Der Fliegende Holländer«, »Tannhäuser«, »Ring der Nibelungen«); setzte sich an der Dt. Staatsoper besonders für das Werk  Paul Dessaus ein u. brachte zahlr. Werke von ihm zur UA: »Puntila« (1966), »Einstein« (1974), »Leonce u. Lena« (1979); ab 1979 kontinuierl. Prod. von Schallplatten mit nahezu der gesamten Sinfonik des 19. Jh; gest. in Berlin.

Sek.-Lit.
Brezinka, T.: Zeuge einer vergangenen Ära. Porträt des Dirigenten O. S. In: Das Orchester (1997) 6; Stöve, D.: Meine herrliche Kapelle. O. S. u. die Staatskapelle Berlin. Berlin 2002.
ChK